CHRISTUS LIESS SEIN LICHT SCHEINEN
Alles geht seinen eigenen Weg und das zu seiner rechten Zeit. Du hast dich gefragt, wie es sein kann, dass Ich sagen kann, alles sei gut, auch dann, während alles, in deinen Augen, nicht gut ist. Alles ist gut mit euch, Geliebte, auch dann, wenn ihr inmitten dessen steht, was ihr nicht zuvorderst haben wollt. Lasst es sein. Das verhält sich so:
Du bist ein schwimmender Fisch. In dem gleichen Teich gibt es vielleicht Algen und andere Fische, etliche, die dir zurecht kommen, etliches, was dir im Wege ist, und Fische, die du bist, du scherst dich nicht darum. Du schwimmst einfach weiter so. Wenn da ein Tintenfisch daherkommt, du schwimmst einfach weiter so. Nichts ist im Wege, außer du sagst, etwas sei im Wege.
Sogar an Land, wo du gehst, magst du etwa ein Straßenhindernis ausmachen, du rennst vielleicht gegen es an und es vermag dich aufzuhalten, aber du bist nicht gestoppt, verstehst du das? Wenn du nicht den einen Weg gehst, dann gehst du einen anderen.
Auch dann, wenn du arretiert und ins Gefängnis gesteckt bist, bist du nach wie vor da, und du bist nicht gestoppt. Es mag sein, du bist an Hand und Fuß gefesselt. Es mag sein, es sieht danach aus, dass du gestoppt seist. Dein Körper ist irgendwo gestoppt, dennoch gehst du unentwegt weiter. Es gibt nichts, nichts, was ein Kind Gottes abhalten kann, die Welt auszukosten.
Entsinne dich, du lebst deine Gedanken, und, du bist für deine Gedanken verantwortlich. Deine Gedanken machen deinen Tag, nicht die Gegebenheiten.
Denke nicht, Ich sei unverständlich. Du warst in den besten Umständen, und du warst nicht glücklich. Heute, an dem Tag des Gedenkens, sind deine Geschenkstrümpfe voll, und es mag sein, du bist nicht glücklich. Was bringt dich dazu zu denken, dass du nicht inmitten von unerwünschten Umständen und dennoch glücklich sein kannst? Wenn du inmitten des Überflusses unglücklich sein kannst, was bringt dich dazu zu denken, dass du nicht mitten in der Trockenheit glücklich sein kannst? Am einen oder anderen Tag hat sich nichts geändert, und du bist glücklich. Am nächsten Tag, alles ist das gleiche, bist du unglücklich. Genauso, jemand wäre glücklich, du zu sein, wieso kannst du dann nicht glücklich sein, du zu sein? Jemand wäre glücklich, die Plätze zu tauschen. Du könntest verzagt sein, da dir der Eierlikör ausgegangen ist. Jemand könnte sehr glücklich sein, aus deinem Wasserhahn Wasser trinken zu können.
Ja, unbesehen der Umstände, du kannst dich selbst anheben. Einerlei worum es geht, du kannst schlecht drauf sein. Es ist deine Wahl. Du hast die Wahl.
Du wirst vielleicht sagen, dass Christus am Ende seines körperlichen Lebens unglücklich war. Du wirst vielleicht sagen, es müsse so sein, dass er unglücklich war. Du wärest es gewesen. Du fühlst dich traurig, wenn du an das Ende seines schönen Lebens denkst.
Geliebte, wie konnte Christus sogar am Kreuz glücklich sein? Ich weiß, von eurem menschlichen Standpunkt her hat er gelitten. Er würde euch sagen, dass er nicht gelitten hat. Er strahlte Licht aus, Geliebte. Christus transzendierte den Schmerz, denn er hatte seinen Geist auf anderen Dingen liegen. Auf Mir, zum Beispiel. Konnte er in Meiner Umarmung unglücklich sein? Nicht er.
Auf jeden Fall waren seine Gedanken, wie bei allen Großen, nicht auf sich selbst gerichtet. Er war nicht das Zentrum seines Lebens. Das war nicht per Bemühen der Fall, das verstehst du. Das war, wo er war. Wenn du durch eine grüne Linse schaust, siehst du grün. Die Farbe der Linse, durch die du schaust, ist die Farbe, die du siehst.
Christus sah durch Meine Augen, damit sah er durch goldene Linsen. Was konnte er anderes sehen als die Goldenheit, die Ich sehe?
Und lasst uns somit der Geburt des einen gedenken, der kam, um der Welt Freude zu überreichen. Er hinterließ in seinem Gefolge Freude für euch, um hindurch zu schwimmen. Er gab der Welt Freude.