DIE KENNTNIS DES HIMMELS
Genau dann, wenn ihr denkt, ihr wisst alles, findet ihr heraus, wie wenig ihr wisst. Ist nicht eben das der Fall? Ihr habt ein Tennisspiel in der Welt angesetzt, und ihr spielt. Ihr spielt den Ball hin und her. Ihr spielt, und ihr seid ihr selbst, gegen die ihr spielt. Da ihr selbst und den Part des Gegners gleichzeitig spielt, ist es eine sichere Wette, dass ihr gewinnen werdet. Oder, vielleicht ist das Spiel ein Gleichstand, demnach gewinnst du weder, noch verlierst du, und was macht das aus? Gewinnen oder verlieren, du hast gespielt. Gewinnen oder verlieren, es liegt in der Vergangenheit. Im Empfinden der Welt ist Ehrung Vergangenheit. Sie dauerte bloß eine Minute.
Hier nun, was am Spielen einer Partie so wunderbar ist: Gewinnen oder verlieren, ihr kommt näher zu Mir. Und demzufolge könnt ihr nur gewinnen! In den Augen der Welt siegreich oder nicht, ihr könnt nur gewinnen. Ihr gewinnt Mich, Geliebte. Was sonst könnt ihr gewinnen, das länger währt als ein Flackern?
Hier liegt das Ticket. Ihr kommt dahinter, wie wenig ihr versteht, sodass euer Verstehen umfassender wird. Es ist töricht, eine derartige Sicherheit zu haben, dass ihr alles wisst, von dem ihr denkt, ihr wüsstet es. Ihr unterstellt. Ich spreche nun in Begriffen der relativen Welt. Sie kann nicht gewusst werden, Geliebte, da die Welt ein Irrwisch ist. Sie kann sich einfach nicht einleben, die Welt, und unablässig springt ihr auf sie zu.
Doch ist da jenes Jenseits der wankelmütigen Welt, was ihr kennen und mit Sicherheit erkennen könnt. Ich bin der Wisser. Und aus dem Grunde seid ihr das auch. Wir, du und Ich, kommen aus einem anderen Land mit Häfen ohne auch nur eine Andeutung von Instabilität der äußeren Welt. Und, gleichwohl, woher Wir kommen, die Stille, der Wir entkommen, ist kein Fels, denn der Himmel hat Hurtigkeit und Nachgiebigkeit, die sich die Welt nicht ausdenken kann, indes, was gibt es im Himmel, dem gegenüber es federnd zu sein gilt?
Die Welt ist euer Studienfeld, und doch kann sie nicht erkannt werden. Die Welt hält alle Art von Beweisen vor, und das Wetter ändert sich morgen. Die Welt ist immerzu im Wandel, kehrt sich mal hierhin, mal dorthin, wie eine schöne Frau, die über die Fahrbahn läuft, stoppt, kurz pausiert und sich umdreht und zurückgeht. Und lediglich in der Welt existiert ein Morgen oder jedwede Form an Zeit.
Und dennoch, gemeinsam, du und Ich, erschufen Wir diese Welt, in die ihr einsinkt und in der ihr schwimmt, und doch ist es bloß ein Spiel. Es ist bloß ein Spiel, und gleichwohl befinden sich Göttliche Akteure in ihm. Du bist einer von ihnen. Und so erforscht ihr eine Welt, die unergründlich ist. Sie wird in euren Händen nicht stille halten.
Dennoch, es gibt eine Welt der Stille, und von dieser Welt wisst ihr alles. Ihr habt euch verführt, ihr wüsstet das nicht. Tatsache ist, ihr bezeichnet diese Welt, von der Ich rede, als die Große Unbekannte, so, als gäbe es eine Große Riff-Barriere, die im Wege steht. Ihr kennt den Himmel besser, als ihr euren Handrücken kennt. Ihr kennt Mich. Wir sind Alte Freude. Wir kommen sozusagen aus demselben Land – aus dem Himmel. Der Himmel ist dort, wo euer Herz ist. Und euer Herz weiß Alles. Euer Herz hat nie sein Wissen um den Himmel und dessen Süße verloren.
Verzweifelt nicht. Empfindet nicht wieder einmal, ihr hättet das Paradies verloren und müsstet es wiedererlangen. Ihr habt nicht euren Weg verloren. Ihr habt euch schlicht in Begrenzungen hineinversetzt, und ihr habt euch selbst überredet, dass ihr über sie nicht hinaussehen könnt. Ihr habt euch überzeugt, dass die äußere Welt Bekannt, und dass der Himmel das Unbekannte ist. Ihr habt euer Denken umgedreht, Geliebte. Ihr wurdet nicht gut aufgelegt. Der Himmel ist der Bekannte, und ihr wisst das.