Gott redete …
Du bist dir nicht aller Menschen auf der Erde gewahr, die an dich glauben und die dich geliebt haben, nicht für das, was du ihnen erwiesen hast, sondern einzig für dein Sein von ihrer Liebe her. Dir ist einfach noch nicht klar, was du anderen Menschen bedeutest, oder dass du ihnen gar Licht zugereicht hast. Du kennst deine Bedeutsamkeit für das Universum noch nicht. Sofern eine Zerrissenheit zugegen ist, hast du vergessen, Wer du wirklich bist, und Wer ebenso der Andere wirklich ist. Ich rede soeben von dem gelegentlichen Fremden, an dem du auf der Straße vorübergehst, genauso wie von denjenigen, die dir nahestehen, selbst wenn sie dir in Zwietracht nahestehen. Du bedeutest ihnen etwas, und sie bedeuten dir etwas. Lasse die Bedeutung eures Aufeinandertreffens in deinem Herzen emporsteigen und in der Aufsummierung in deinem Geist.
Etwas streicht zwischen dir und Anderen vorüber, was jenseits der Oberfläche zu liegen kommt. Manchmal ist die Oberfläche hinreichend gut und spiegelt die tiefere Bedeutung darunter wider, und manchmal nicht. Aber der tiefere Austausch von Licht ist dort nichtsdestotrotz zugegen. Ihr seid bedeutungsvoll, Geliebte. Ihr seid all jenen, die euch kennen, bedeutungsvoll, einerlei, wie gut oder wie wenig ihr sie kennt.
Jeder, den ihr seht, verdient es, durch euch gesehen zu werden. Jeder, der euch sieht, tritt vor euch in Erscheinung, um euch zu sehen, und hier, um ihn zu sehen. Wringe etwas Bedeutung aus diesem Zusammentreffen, sei es nun beiläufig oder von anderer Art. Sie wissen womöglich nicht, weswegen du auf sie stößt. Du weißt womöglich nicht Weswegen, dennoch hast du die Begegnung, und es wird unwiderleglich in jeder Begegnung etwas erzielt. Was für eine Farbe und was für eine Schattierung das Aufeinandertreffen hat, das ist an euch. Euch einbringen oder nicht einbringen, das ist an euch, Geliebte. Die Worte und die Intonation, die ihr gebraucht, das ist an euch.
Es gibt keinen Bedarf, unachtsam oder nonchalant lässig mit jemandem umzugehen, dem ihr begegnet. Das schließt die Person ein, die freundlich und liebevoll ist, genauso wie diejenige, die unfreundlich und lieblos ist. Sich dessen gewahr oder nicht, sie schauen sich nach der einen oder anderen Huld von dir um, und du siehst zu, sie zu geben. Das gleiche gilt für sie. Ihr seid beide um Vieles größer als jedwede Irritation oder Feindseligkeit, die ihr etwa verspürt. Euch ist es angelegen, mehr zu sein, als jemandes verdrehtes Bild von euch. Euch gilt es, auf Liebe zu bestehen, dem Anscheinen und der Erscheinung des Anderen unbenommen.
Sofern jemand mit euch wütend ist, ist deren Sicht verschwommen geworden und ihr Herz hintertrieben. Sofern du mit jemandem wütend gewesen bist, ist deine Sicht verschwommen und dein Herz hintertrieben worden. Einerlei, was für eine Verkleidung beide oder einer von euch anhat, sofern ihr nicht auf Liebe besteht, kommt ihr in Verkleidung. Lege dich zumindest dir selber an den Tag, Geliebte, Geliebter. Daraufhin werden Andere ebenfalls ein klareres Bild von sich selber innehaben.
Es ist verletzend zu denken, dass euch nicht einer liebt, und dass es vielleicht jemanden gibt, der es in einem bestimmten Maße böse mit euch meint, selbst wenn dies bloß in Missachtung zum Ausdruck gebracht ist. Es ist ebenfalls verletzend zu denken, dass ihr nicht liebt und gernhabt und nicht jedermann in eurem Gewahrsein breiten Raum schenkt. Insbesondere wenn ihr in Betracht nehmt, dass jeder unter euch die Arena des Lebens betreten hat, um als Repräsentanten von Mir zu Begegnungen zu gelangen. Es ist unbegreiflich, den Gedanken an sich zu haben, dass Ich in eurer Form eintreffe, um Mir Selber in der Form eines Anderen zu begegnen, und dass Ich nicht willkommen bin, und dass Gezänk die Szene betreten kann. Bis zu welchem Ausmaß an Zwietracht auch immer, einerlei wie wichtig es zu sein scheint – ja gar bis dass es zu dem Äußersten eines Krieges kommt –, es ist nach wie vor bloß ein Zank. Zwei oder mehrere Kinder oder Länder ziehen an einem roten Spielzeug-Lastwagen, und es hat den Anschein, dass ihn jeder mehr möchte als der andere, selbst bis zum Tod oder bis zum Zugrunderichten des Lastwagens.
Ihr stellt euer Leben zusammen in Eintracht oder in Gezänk. Eintracht ist vortrefflich, und Gezänk ist kleinlich. Ihr reiht euch in die Reihe des einen oder des anderen ein. Rückt vor zu der Reihe der Eintracht und kommt zu Mir. Ist das nicht einleuchtend?