Gott redete …
Du mögest nicht deine Gefühle aufspeichern, bis sie bersten.
Manchmal hast du dich selber zu vertreten. Nicht immer, aber manchmal, dann und wann, hast du sicherzustellen, dass deine Stimme gehört wird, anderenfalls verlierst du den Respekt für dich. Es ist nicht immer das Ego, welches ansagt, du müssest gehört werden. Im Grunde genommen ist es nicht so sehr, dass du vernommen werden musst, oder dass, was du sagst, beherzigt werden muss, denn es darum geht, dass du kein Blatt vor den Mund nimmst.
Die Sache ist die – die Menschen mögen es, wenn du dies tust! Du magst es, wenn die Menschen offen und ehrlich mit dir sind, nicht-drohend, aufrichtig und geradeheraus. Du brauchst nicht im Raum herumzutanzen. Du kannst dich direkt zu dem Mikrofon begeben und sagen: „Ich möchte gerne, dass dieses Lied gespielt wird.“
Ich kann es nachvollziehen, dass ihr nicht selbstbezogen sein möchtet, dennoch könnt ihr euch selber ebenso gut behandeln wie andere. Eigennützig sein und untertänig sein sind zwei verschiedene Dinge. Vielleicht ist es eigennützig gewesen, deine wirklichen Empfindungen versteckt zu halten. Vielleicht habt ihr jene nicht geehrt, mit denen ihr Umgang hattet. Verbergen ist egoistisch. Es kann gar veranlassen, dass du dich überlegen fühlst. Es kann dich zu dem Gefühl bringen: „Sieh, wie viele andere Menschen mich nicht verstehen. Das ist doch sonnenklar, und sie haben keine Ahnung davon. Sie denken nicht einmal an mich.“
Geliebte, gebt nicht versteckte Hinweise. Vielleicht ist es eure Zuständigkeit, andere Menschen informiert zu halten. Nehmt das nicht für selbstverständlich. Nehmt euch nicht für selbstverständlich. Gönnt euch Anderen. Beschert ihnen eure Empfindungen. Eure Gefühle sind vielleicht nicht dauernd das allerwichtigste, aber sie sind von Wichtigkeit.
Ihr könnt euch allzu viel gefallen lassen. Manchmal seid ihr vielleicht allzu rücksichtsvoll. Ihr habt es nicht Anderen zu überlassen, euch zu erkennen. Ihr könnt winken und sprechen: „Hier bin ich!“ Es ist umsichtig, wenn ihr euch Anderen offenlegt. Es ist unaufmerksam, wenn ihr das nicht tut.
Gewiss wendet ihr eine ganze Menge Energie auf, euch verständlich zu machen. Wisst einfach, dass ihr, sobald ihr verstanden werdet, einem anderen Menschen zusätzlichen Wert zukommen lasst.
Vielleicht ist es so - sofern ihr euch selber und eure Bedürfnisse hinreichend respektiert, werdet ihr nicht etwas zu sagen haben müssen. Dann wird es bekannt sein. Es hat nicht angepriesen zu werden. Euer Gewahrsein wird euch anpreisen. Hier geht es nicht um geschicktes Zurschaustellen. Es ist schlicht euch selber mit eurem innewohnenden Wert in Einklang bringen. Es ist euch selber mit Mir in Einklang bringen.
Es ist nicht so, dass ihr herumlauft und in euer eigenes Horn blast, aber, sofern euch wieder klar wird, was ihr vergraben gehalten habt – wenn euch wieder klar wird, was ihr fühlt, dann, Geliebte, lasst es zur Welt hin abprallen.
Kein einziger ist mehr berechtigt, als du es bist. Und kein einziger weniger. Bringe dich mit dem Gewahrsein Anderer und dem, woher sie kommen, in Übereinstimmung. Welche sind deren nicht zum Ausdruck gebrachte Bedürfnisse? Was ist deren Hinsicht auf die Welt? Was blockiert sie, dich wahrzunehmen? Habe nicht das Gefühl, du seist für ihr Blindsein zuständig. Du hast vor jenem Blindsein nicht einen Fußfall zu machen, aber du kannst es zur Kenntnis nehmen und mehr Mitempfinden spüren, als du Ungeduld empfindest.
Wenn dich jemand nicht wahrnimmt, wenn jemand nicht versteht, was du meinst, nicht über sich selber hinaus sieht, hast du dich nicht bedroht zu fühlen. Es ist deren Knappdransein, Geliebte, wenn sie ihren Platz in dem Kosmos nicht zur Kenntnis nehmen mögen. Dann sieh, ob du deren Platz mehr zur Kenntnis nehmen kannst. Sieh, ob du überspringen kannst, dich übersehen zu fühlen, und ob du dich zu einer Plattform umfassenderer Verständnisse hinauf begeben kannst.
Eines Tages, in Bälde, wird jeder jeden verstehen. Vielleicht geht es nicht um Gleicher-Auffassung-Sein, aber es wird zuvörderst um Verstehen gehen, um geliebtes Gewahren und Hochherzigkeit Allen gegenüber.
Zwischenzeitlich, Geliebte, bringt euch selber so simpel, so klar und so großherzig mit Liebe zum Ausdruck, wie es ein mächtiger Weiser zu tun vermögen würde.