Was du zum Leben sagen könntest
Gott redete …
Natürlich möchtest du deine Meinung sagen. Deine Meinung zu äußern bedeutet natürlich nicht, eine Tirade loszulassen. Du sollst das Leben nicht länger herunterputzen, so wie du die Menschen abkanzelst. Du brauchst dafür keinen Anlass. Du kannst dich einfach undramatisch darstellen. Deine Meinung zu sagen, ist keine große Sache. Für dich ist es eine große Sache, wenn du wie gewöhnlich davor zurückscheutest, deine Gefühle auszudrücken, anstatt auf sie zu achten.
Bitte verstehe, dass Ich für dich bin. Ich bin für deine Selbstentfaltung, aber Selbstentfaltung bedeutet nicht, irgendjemand heftig zu kritisieren. Du bist nicht unecht, wenn du eine Dame oder ein Herr bist und nicht jeden mit einem unsinnigen Wortschwall überhäufst. In Wahrheit bist du nicht so extrem. Du ergrimmst nur dann, wenn du zu viel zu lange zurückgehalten hast und mit deinem eigenem Selbst regelrecht durcheinander gerätst.
Eines ist, um das ich dich ersuche: Schließe einen Waffenstillstand mit deinem Herzen. Dies ist zu deinem eigenen Nutzen. Wohl magst du schlecht behandelt worden sein. Mache schlechte Behandlung nicht zu deinem Aufsehen erregenden Fall. Solch ein Fall ist kein Grund für dein Dasein. Du lebst nicht auf der Erde um aufzubrausen. Zorn ist nicht dein Name. Dein Name ist Sohn oder Tochter Gottes. Dein Name ist das, Was du bist. Bist du Mein Kind, oder bist du es nicht? Ich sage dir, du bist es.
Du bist nicht mit der Welt uneinig, es sei denn, du sprichst es aus. Sage so etwas nicht.
Gib den Gedanken auf, das Leben sei hart. Das Leben kehrt bei dir ein. Das Leben ist nicht so erregbar wie du. Du bist derjenige, welcher einen großen Wirbel um sein Leben macht. Das Leben selbst ist ein alter Auswechselspieler. Mit welchem Mantel sich das Leben auch immer umgibt, es ist nur ein Leben, dass einen Mantel in der einen oder anderen Machart anhat. Du musst diese Sache nicht weiter ausdehnen. Dem Leben hast du nicht irgendwas zu lehren, noch ihm etwas vorzuschreiben.
Es ist besser, du beherzigst einige Lehren des Lebens. Du kannst das Leben unterstützen. Du kannst mit dem Leben machen, was du willst. Du kannst dem Leben widerstehen und es bekämpfen. Du kannst dich mit dem Leben einigen und mit ihm ungezwungen umgehen. Nur das Leben ist Leben. Du bist sein Interpreter. Du kannst das Leben aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten.
Leben ist nicht eines. Es besteht aus vielen Facetten. Leben kommt in verschiedenen Farben daher, und einige Farben magst du kein bisschen, trotzdem haben deine nicht bevorzugten Farben genauso Bedeutung im Leben. Du kannst dir nicht immer aussuchen und an dich nehmen, welche Farben in dieser Mischung hervortreten. Es ist die Illusion innerhalb der Illusion, dass du dein Leben regeln kannst, indem du verärgert darüber bist, wie sich das Leben selbst dir zeigt. Das Leben stellt sich nicht zur Schau. Das Leben geht einfach Schritt für Schritt weiter.
Das Leben versucht nicht, irgendetwas zu beweisen. Natürlich versucht es, dich zu erreichen. Das Leben nimmt dich nicht so persönlich, wie persönlich du das Leben nimmst. Das Leben muss sich irgendwo niederlassen, und oft etabliert es sich bei dir. Das Leben hat nicht die Absicht, dich zu stürzen. Leben ist nicht als eine schwere Last zu betrachten. Vielleicht hat das Leben nicht mehr über sich selbst zu sagen, als du über seine Unordnung zu sagen hast, doch zugleich könntest du es gerade in derselben Form herbeigewunken haben, wie es dir jetzt erscheint. Nun könntest du den Mantel, der dein Leben in einem bestimmten Moment einhüllt, selbst ausgesucht haben. Du manipulierst dein Leben. Du kannst dein Leben einsammeln und es zusammensetzen. Du kannst dein Leben unter Druck setzen.
Dann magst du zu deinem Leben sagen: “Erkennst du, was du tatest?“
Übersetzung von Axel Ehrich