Gott redete ...
Es gibt ein Feld, das du durchwanderst. Wir durchwandern es gemeinsam, du und Ich. Es wird Leben genannt, dieses Feld. Es ist ein endloses Feld von vielen Farben und Beschaffenheiten. Nichts ist abgängig von diesem Feld. Es ist ein Feld aller Möglichkeiten, wo Träume wahr werden, und gleichwohl, für eine gewisse eingebildete Zeit, manche Träume nicht oder nicht schnell genug wahr werden bzw. nicht auf die Weise, in der du dir ihre Verwirklichung ausmalst. Doch was macht das schon, denn dies ist Das Feld Des Lebens. Das Feld Des Lebens schreitet auf seine eigene Weise voran.
Dieses Feld Des Lebens in Der Welt geht in viele Richtungen. Es hat keinen Boden, dieses Feld, und es gibt keine Decke. Sowohl in der manifesten Welt als auch Im Göttlichen ist das Leben unbegrenzt, auch wenn in der Welt Grenzen aufzutauchen und mit einer lauten Stimme zu dir zu brüllen scheinen. Grenzen haben keine Substanz. Grenzen sind das, was du Grenzen nennst. Du pickst Grenzen heraus auf die Art, wie du Kirschen pflückst.
Du zeichnest Behälter und nennst sie Grenzen. Die Wirklichkeit von gezeichneten Linien beläuft sich auf gezeichnete Linien, mehr nicht. Was du real nennst, ist kaum Die Wahrheit. Du nennst Grenzen real und etablierst dadurch Grenzen und unterwirfst dich ihnen, oder zumindest weichst zu zurück und entschuldigst dich dafür, dass du an sie gestoßen bist.
Grenzen sind wie andere Götter, die du vor Mich stellst, denn du glaubst an diese hastig-gezeichneten oder überlieferten Grenzen. Grenzen sind instabil, wackelig, unausgewogen, kippend, zersplittert, du aber glaubst an Grenzen und bereitest ihnen einen Altar. Unsichtbare Grenzen werden errichtet und sind alles, was du sehen kannst. Dein Geist treibt dich. Von all dem, was in der Welt heilig ist, sind Grenzen nicht eines davon. Genug davon, Grenzen zu nähren und zu verehren. Verehre stattdessen Freiheit und Grenzenlosigkeit.
Tolle herum. Lämmer Gottes, tollt herum. Lämmer brechen durch das Leben und sind an jedem herumtollenden Moment des Tages froh. Es gibt keine Grenze für das Herumtollen der Lämmer. Lämmer halten nicht an vorgefassten Meinungen fest, so wie ihr es tut. Sie sehen Freude.
Ihr auf der anderen Seite mögt mit großen Schritten vorangehen oder eure Füße nachschleppen. Wie auch immer, ihr glaubt mehr an Grenzen als dass ihr an Mich glaubt – oder vielleicht an Freude. Grenzen erscheinen euch real, Meine Gegenwart dagegen erscheint euch vielleicht nicht real. Ihr mögt euch von Grenzen umgeben fühlen die euch wiederholt sagen: „Du kannst bis hierher gehen und nicht weiter. Bleibe jetzt stehen. Weiche zurück. Stoße deinen Kopf nicht gegen eine Steinwand.“
Geliebte, ich errichte keine Steinwände. Ich bitte euch nicht, euren Kopf gegen eine Wand zu stoßen. Das wird euch Kopfschmerzen bereiten. Es gibt einen anderen Weg, und ihr habt ihn übersehen, so verbunden ward ihr mit der Idee von Grenzen. Es gibt immer einen anderen Weg. Und dieser andere Weg ist, wenn du auf andere Weise siehst, eine magische Tür.
Etwas zu erreichen ist leicht, nicht anstrengend. Höre auf, die Stirne zu runzeln. Höre auf, dich so hart zu bemühen. Höre auf zu sagen, das Leben sei hart. Höre auf zu sagen, das Leben gehe nicht deines Weges. Genau das ist es nämlich, das Leben geht tatsächlich deines Weges. Fahre fort, Dem Leben zu erzählen, dass es hart oder sogar unmöglich sei, und das ist es, wonach dein Leben aussehen wird.
Wenn Ärger in dein Leben hereinrutschen kann, dann kann das die Erfüllung deiner Wünsche ebenso tun. Genau genommen liegt der Erfolg unter der Oberfläche. Doch sobald du siehst, wo sich der Erfolg herumtreibt, sobald du es erkennst, heiße ihn willkommen, bringe ihn nahe zu dir, das ist offensichtlich. Deine Antworten waren von jeher da. Auf die Weise, wie du nach einer Textstelle in einem Buch suchst, an die du dich erinnerst und die du scheinbar nicht finden kannst – plötzlich findest du sie. Sie war die ganze Zeit da, doch deine Augen sind darüber hinweggegangen.
Schließlich seufzt du und sagst. „Hier bist du. Du schelmische Textstelle, du warst die ganze Zeit hier. Ich habe dich bloß einfach nicht gesehen. Ich habe dich übersehen. Ich weiß jetzt, wo du bist.“
Du hast die Antwort auf alles. Nicht wie ein Neunmalkluger, sondern wie einer, der darauf vertraut, dass es einen anderen Weg gibt und dass er sich für dich öffnen wird. Es wird ein Licht angehen, und du wirst sehen. Du wirst die Dinge zusammensetzen, und die Antwort wird direkt vor dir sein, wo sie die ganze Zeit schon war. Hast du das nicht schon erfahren?