Wo auch immer deine Füße aufsetzen mögen
Gott redete …
Du lebst unter Meinem Schirm, weißt du das nicht? Du lebst unter einem riesigen Schirm, der die Welt bedeckt. Es ist Ein Schirm Der Liebe. Du kannst nicht vom Platz unter diesem Schirm ausgestoßen sein. Dort ist Raum für alle. Dort ist Größeres als Raum für alle. Dort ist Liebe für alle – wenn du das nur wissen könntest – wenn du das nur fühlen und leben könntest – wenn du einfach nur zufrieden sein könntest – wenn du einfach nur wissen könntest, dass LIEBE WAHRHEIT ist und sonst nichts ist – wie glücklich wärst du doch dann.
Du hast Angst, dass sich Liebe von dir davonstiehlt. Du betrachtest Tod als Mangel an Liebe. Du stellst Betrachtungen darüber an, dass du vielleicht noch nie geliebt wurdest oder dass du nicht genug geliebt wurdest. Der springende Punkt bei der Sache ist, dass du dich selbst nicht genug liebst, und so magst du dich wie ein einsamer Wanderer in der Welt fühlen, abgesondert und isoliert von Gott und deinem Ureigensten Sein.
Du bist schlicht und einfach unvereinbar mit dem, was sich für dich wie Verlassenheit anfühlt. In deinem Sinn für Verlust und Unersetzlichkeit magst du dich manchmal wie ein Waisenkind des Universums fühlen. Dass du vergessen und unbemerkt und unterbewertet seist, ist das Lied, das du singst. Einen Großteil deiner Zeit Auf Erden hast du dieses Gefühl, und das Leben in der Welt scheint das zu bestärken. In der Tat führst du nur allzu schnell alles an Belegen für diese Verlassenheit ins Feld.
Was wäre, wenn du deine Aufmerksamkeit - und sei es nur ein wenig - auf eine wohlwollende Welt hin ausrichten könntest? Stattdessen scheinst du dich von der Gnade der Welt abhängig, ja sogar von der Welt drangsaliert gefühlt zu haben. An deinen Überzeugungen hältst du strikt fest. Ach wie gerne würdest du die Welt verändern, aber dich selbst nimmst du davon aus.
Du sagst dich von der Welt los. Du würdest vielleicht weglaufen, wenn du nur wüsstest wie. Du hättest gerne mit dem weltlichen Leben abgeschlossen oder würdest es umgestalten, wenn du nur wüsstest wie.
Was wäre, wenn du in der Welt sicher wärst, einfach unter Meinem Schirm Der Liebe. Was, wenn du es bist? Was verschwendest du dann deine Zeit mit all dieser Mangelbehaftetheit?
Ach, was wäre, wenn du ohne das Omen der Furcht leben könntest? Was wäre, wenn du ganz einfach in Liebe leben könntest, ohne Furcht davor, was passieren könnte, wenn du ganz einfach in Liebe leben könntest, ohne darüber verzweifelt zu sein, was tatsächlich passiert?
Bestenfalls fühlst du dich vielleicht wie ein Soldat, der verwundet und ermattet vom Kämpfen über Die Erde entlang schreitet. Was wäre, wenn du dich auf den Frieden spezialisieren und für jeden, dem du begegnest, Ein Friedensbringer sein könntest?
Du musst wissen, dass am Leben mehr dran ist als das, was du siehst. Vielleicht lässt du diese Idee zu schnell fallen, oder aber du sagst das zwar, handelst aber nicht danach.
Es ist am Leben absolut mehr dran als das, was du siehst. Mein Schirm, unter dem du dich befindest, lässt die Strahlende Sonne, den Prasselnden Regen, Die Kälte und Den Schnee herein, und dennoch bewahrt dich dieser Schirm Aus Seide sicher vor dem, was du tödliche Wunden nennen magst. Vielleicht fühlst du, dass dein Herz mehr als einmal durchschossen wurde.
Du rennst möglicherweise mehr vor deinem Leben weg, als dass du es lebst. Du vermeidest es. Vielleicht zögerst du, vom Brunnen Des Lebens zu trinken. Du würdest gerne alles, was du berührst, mit antibiotischen Tüchern, wie sie die Supermärkte am Eingang anbieten, keimfrei machen. Es kann gut sein, du möchtest nicht vom selben Schöpflöffel trinken in dem Einem Jeden Vertrauten Brunnquell wie jeder andere. Und so ziehst du dich vielleicht mehr und mehr vom Leben In Der Welt zurück, weil du das Risiko des Lebens scheust.
Ich aber sage dir, du sollst in den Pool Des Lebens hineinspringen. Hüpfe hinein.
Wenn du ein Gutes Leben Auf Erden möchtest, dann mache dein Leben gut. Das ist nur die Welt, in der du lebst. Es ist nichts als Leben. Lasse es nicht am Wegesrand zurück. Schmolle nicht. Vermeide weder die Autobahnen noch die Nebenstraßen. Du hast ein Leben zu leben, also lebe es. Du bist auf Einer Reise Des Unbekannten und Des Unerwarteten. Ich segne dich auf deinem Weg.
Nimm deinen Rucksack und mache dich auf, dein Glück zu suchen. Du bist dein eigenes Glück. Du bist nicht ein bloßer Glücksritter. Auf Der Erde in einem Körper lebendig zu sein, ist dein Glück. Klar, du bist ein Wandersmann. Du kennst auf deinem Weg nicht jeden Stock und nicht jede Beere. Du bist jedoch auf deinem Weg. Ziehe los für Abenteuer. Erhebe Anspruch auf dein Leben als dein eigenes und erinnere dich an Den Schirm, den Ich über dir halte, wo auch immer deine Füße aufsetzen mögen.
Übersetzung von Clemens Lerche