EIN WUNDER WIE DU
Die Erde lechzt nach deiner Beachtung. Sie gedeiht auf ihr. Segne die Wildkräuter und segne die Bäume. Segne alles Lebendige. Segne die Rundheit der Erde und das Dreieckige der Berge. Segne die strömenden Wasser.
Segne den Gehweg, auf dem du gehst. Segne die Schrottplätze. Segne die hohen Gebäude und segne die armseligen Hütten.
Schickst du dich an zu sehen, wie dir alles vorgehalten ist?
Du spielst mit den Bestandteilen der Erde. Ich gab dir die Bestandteile. Du machst menschengemachte Dinge aus ihnen. Aber stets ist die Natur der Ursprung.
Du backst den Kuchen und errichtest das Gebäude, wer aber hat die Zutaten bereitgestellt? Segne das Bewegen deiner Hände, die den Kuchen backen und das Gebäude errichten, denn sie sind ebenfalls ein Geschenk von Mir an dich.
Sieh die Majestät der Schöpfung, als Ich dich erschuf! Ich gab dir Hände zum Anfassen, und Füße, um dich aufrecht zu halten. Was gab Ich dir nicht?
Du kannst mit deinem Mund Laute formen, und die Klänge werden verstanden. Wie viele Klänge habe Ich dir überreicht? Genug, um daraus zahlreiche Sprachen zu fertigen. Von schlichten Lauten kam die Sprache her.
Und du kannst auf Stein oder Papier Zeichen machen, die sich auf wundersame Weise in Wörter wenden, die verstanden werden können.
Ich gab dir Augen, sodass du die Schöpfung sehen kannst, sodass du sie mit deinen Augen erfassen kannst. Ich gab dir Ohren, sodass du Klänge des Universums hören und sie deuten kannst, und Ich gab dir einen Mund, sodass die Klänge aus dir hervorgehen können. Ich gab dir eine Zunge und einen Gaumen.
Was für ein Schöpfer bin Ich! Ich machte dich vollkommen. Und Ich machte jede andere lebendige Sache ebenfalls vollkommen. Aus eben den gleichen Atomen machte Ich die Amöbe und die gesamte Welt. Ich hatte einen Gedanken, und sodann manifestierte sich Mein Gedanke. Ist es kein Wunder, dass du auf der Erde, umgeben von derart zahlreichen Wundern, in Erscheinung trittst?
Fangt an und schlagt ein Rad der Freude über die Wunder, die Ich vor euch, die ihr selbst Mein gesegnetes Wunder seid, hin gestellt habe. Alles ist Wunder, Wunder über Wunder! Alles ist großartig, und doch bist du Mein großartigstes Wunder unter allen. Nach wie vor scheinst du beharrlich darin zu sein, dich unter anderen Namen zu rufen, unter minder erfüllenden Namen, unter Namen, die dich und die gesamte Wunderheit der Schöpfung anprangern!
Gott erschafft kein Misslingen. Du indes hast dich und die Schöpfung Derartiges genannt. Alles ist wohl-abgestimmt. Alles passt. Und alles soll dir das Wunder des Lebens ins Gedächtnis rufen. Alles soll dich an das Wunder erinnern, wovon du ein Teil bist.
Du sagst, du denkest dir das Erdenleben nicht als Wunder, und dennoch entwirfst du Möglichkeiten, dich, solange du kannst, hier zu halten.
Jede Millisekunde des Menschenlebens ist ein Wunder. Alles ist Wunder oder nichts ist Wunder. Verstehst du? Geburt, Tod sind beide Wunder. Wunder SIND. Du bist eines. Wie kann ein Wunder wie du an solche Dinge wie Verzweiflung denken? Wie ersinnen sich Meine Wunder das Erschaffen von Kriegen und Derartigem? Wie erwünscht sich ein Wunder jemals, gar nur ein anderes Wunder umzubringen? Wunder sind angelegt, Licht zu scheinen. Dunkelheit kann nicht scheinen.
Falls du schier eine Stunde lang erkenntest, was für ein Wunder du bist, würde sich die Erde vor Freude überschlagen. Falls du schier einen Augenblick lang erkenntest, was für ein Wunder du bist, würdest du unaufhörlich vor Freude lachen.
Falls du die Erde wärst, hättest du dann nicht gerne glückliche Menschen, die auf dir laufen? Hättest du nicht gerne Menschen, die aus lauter Freude springen angesichts der Gelegenheit, auf ihr zu gehen? Hättest du, die Erde, die schöne Blumen und Früchte von allerhand Farben in die Lage versetzt zu wachsen – aus einem Samen heraus oder gar aus einem Zweigchen von sich selbst heraus zu wachsen – nicht gerne Menschen, die auf der Erde voller Freude zunehmen und nachlassen? Wärst du nicht fassungslos, sofern sie das nicht tun?