EINE WELT DES FRIEDENS
Die Welt hat Scherereien. Der Himmel keine. Und doch, es wird eine Zeit kommen, wann du Theater haben und Friede aufrecht erhalten kannst. Aufgeregtheit und Stille können koexistieren. Sie koexistieren jetzt. Du wirst dir dessen wohl nicht entschieden gewahr sein, da du dich derart zur Welt hin lehnst, dass alles, was du hörst, der Lärm und dein Schaudern ausmacht.
Was, Geliebte, ist Weltfrieden anderes, als das ausreichende Vorhandensein scheinbar einzelner Menschen, die um ihre Ruhe wissen, selbst während Aufruhr vonstatten geht.
Die Sache ist, dass du nicht dauernd still sitzen möchtest, ist das nicht so? Die Stille des Friedens herrscht immerzu. Ihr ist kein Entkommen, und doch entkommst du ihr mit einem Übergewicht auf die Welt. Selbst dann, wenn du auf der Bank ein Vermögen und jenes vergessen hättest, wie begütert wärst du dann?
Selbst wenn du der reichste Mensch auf der Welt bist, sofern du indes durch Werbung und Geisteshaltungen vonseiten der Welt beeinflusst wurdest und überzeugt bist, dass du an etwas erkranken werdest, wie begütert bist du dann?
Selbst wenn du im Sinne der Welt körperlich schön bist und meinst, du solltest dünner oder beleibter, oder größer oder kleiner sein, wie schön bist du dann? Du könntest meinen, du seist schön, und du wirst herumgehen und reden wie jemand, der schön ist. Jedenfalls bist du derjenige, der zu wissen hat, wie schön du bist.
Wer außer dir hat zu wissen, dass du gesund, reich und schön bist. Du bist der stramme Endkunde.
Was weise angeht – du bist weise gewesen, und doch hast du deine Weisheit mit Torheit wettgemacht. Jedenfalls bist du dabei, weiser zu werden. Und in Meinen Begriffen – du bist dabei, ebenfalls jeden Tag gesünder, reicher und schöner zu werden. Ich sage, in Meiner Bezugswelt. In Meinem alltäglichen Erleben kannst du nicht schöner, noch auch gesünder oder begüterter sein. Ich habe dir vollkommene Gesundheit, Reichtum und Schönheit verliehen. Was du bist und eh und je warst, habe Ich im Blick.
Ich habe sogar die unterliegende Ruhe von dir im Blick, die Ruhe, die du vor dir selbst verborgen gehalten hast. Vielleicht bist du durch die eine oder andere Tätigkeit vor dieser Ruhe davongelaufen. Manchmal ist Ruhe das Letzte, was du möchtest. Gemütserregung trägt mehr Pfiff an sich. Lasst uns das geradewegs aussprechen - du warst öfters in der Stimmung für Pep und selten in der Stimmung für Ruhe. Du ziehst Unheil der Stille vor –, so lange bis Stille – bis das, was du Stille nennst – kommt und sich neben dich setzt, zumindest.
Lasse der Gemütserregung ihren Lauf, der angenehmen wie der unangenehmen, währenddessen du die Stille nahe an dir hältst. Lasse einen Fluss wüten und seine Ufer überfluten; er hat trotzdem noch seine Ufer. Es ist schlicht so, dass er sie überschwemmt hat. Er wird sich merklich beruhigen. Die Stille wartet auf ihn. Nicht anders hier – die immerzu geduldige Stille wartet auf dich, dass du sie zur Kenntnis nimmst und ihr neben dir einen guten Platz anbietest.
Wie viele Male hast du im Leben einen wichtigen Gegenstand verloren, deine Schlüssel, dein Handy, die Telefonnummer von jemandem, und im Eigentlichen ist es überhaupt nicht verloren. Es liegt genau da, wo du es gelassen hast. Und nach allem hin und her findest du es. So steht es mit der Stille, die Ich auf dich hinab gegossen habe.
Ich habe nichts ausgelassen, als Ich dich erschuf. Du bist inwendig reichlich mit Ruhe versehen. Selbst wenn du keine Gliedmaßen hast, bist du vollständig. Du hast Bewusstsein, und du hast die Mittel, um Unser Nahesein zu erkennen. Eure Kenntnis ist alles, Geliebte. Eure Kenntnis eurer Vollständigkeit ist alles, keineswegs die Kenntnis von Fehlendem. Ich bin eure Vollständigkeit. Ich bin eure Totalität. Ich bin eure Wissendheit. Ich bin alles, was ihr zu wissen braucht, denn Ich BIN Alles Was Ist, und demnach seid ihr das.
Wenn ihr eine Aprikose haben möchtet, und ihr habt einen Aprikosenkern, so habt ihr eine Aprikose. Erkennt, ihr habt sie. Sie wird sich kundtun. Seid eingedenk, in dem Gefilde, von dem Ich rede, gibt es keine Zeit, auf die zu warten ist. Es gibt keinen Aufschub. Es gibt Jetzt, für immer und ewig Jetzt, und im Frieden im Jetzt haben Wir für immer und ewig Unseren Wohnsitz.