SETZE SEGEL
Sobald du das Wort "Irrtum" tilgst, tilgst du auch das Wort "Problem". Wenn du aufhörst, Irrtümer zu sehen, und wenn du aufhörst, Probleme zu sehen, bleibt hernach für dich Liebe übrig zu sehen. Es gibt keine Probleme, ausgenommen du sagst es. Was du gegenwärtig als ein Problem siehst oder gar als eine Tragödie, erwäge, es als deine große Chance zu sehen. Es ist eine große Chance, das neu zu sehen, wofür du auf der Erde bist.
Du bist der Held deines Lebens, und du bist es immer und immer wieder.
In jedem Augenblick und bei jeder Gelegenheit deines Lebens kannst du es auf eine andere Weise ansehen. Du musst es auf eine andere Weise ansehen.
Hätte Kolumbus die Segel gesetzt, sofern er seine Reise als ein Problem gesehen hätte? Er hatte seine Vision einer Erde, die rund ist, und er beschied, seine Vision mit Anderen zu teilen. Er dachte nicht an seine Ehre oder an Reichtum. Er dachte an Wahrheit. Er hatte die Segel zu seiner Reise schon lange gesetzt, bevor sie kristallisierte, und lange, bevor er bloß wusste, worum es ging.
Nenne dein Leben ein Abenteuer. Und rufe zu deinem Leben, was du willst.
Du sagst, etliche Dinge seien Probleme, einerlei, wie du sie bezeichnest. Krankheit, Tod, Alter. Jedoch bist du so unterwiesen worden, darüber zu denken. Du kannst anders darüber denken. Du kannst über sie denken - es werden Segel zu einem neuen Horizont gesetzt.
In der Krankheit kannst du ein Held sein. Im Tod kannst du das. Du hast kein opferhafter Porträtmaler einer Tragödie zu sein. All das, was du Hindernis nennst, ist ein Reset deines inneren Herzens. Du bist dafür bestimmt, dich zu der Gelegenheit des Lebens zu erheben.
Was immer du in deinem Leben als Problem gesehen hast, hat dich auf einen neuen Kurs gebracht. Das Leben schreibt sich ständig neu um. Weder bleibt in der Welt nichts das gleiche, noch sollte es so sein.
Dennoch hattest du die Vorstellung, dein Leben sollte das gleiche bleiben. Du sollst nicht altern, nicht stolpern und auch sonst nichts anderes tun als das, was du dir aussuchst, so, als stellte alles andere einen Irrtum dar, der zugedeckt oder ungeschehen gemacht werden sollte. Du bist vielleicht darin ausgebildet worden, zu denken, dass du dem Tod, der Krankheit oder jedem Vorkommnis, was du persönlich nicht gewählt hast, zu trotzen habest.
Entsinne dich, Kolumbus brach nach Indien auf, und er fand Amerika. Was wäre, wenn das Herz von Kolumbus, als er die Küste erreichte, nicht aufgesungen hätte? Was wäre, wenn er mit seinen Füßen gestampft und seinen Irrtum bereut hätte? Nein, er freute sich daran, was gekommen war. Und demnach hat dein Schiff nicht dem Kurs zu folgen, den du angesetzt hast. Ein Hindernis ist dann der Fall, wenn du denkst, so müsse das sein. Du wirst zum Hindernis, sobald du die Entdeckung Lügen strafst.
Du bist nicht dafür bestimmt, mit dem Leben rigide umzugehen. Du warst dafür bestimmt, fließend zu sein. Nur für eine einzige Richtung die Segel setzen und eine Erforderlichkeit eines vorgeschriebenen Ergebnisses formulieren, das entkommt der Angst darüber, was einen heimsuchen kann oder bereits heimgesucht hat.
Viel an deiner Angst entstammt der Gepflogenheit. Du bist an sie gewöhnt. Jedoch ist Angst nicht dafür vorgesehen, dein Führer zu sein.
Fürchte weder die Krankheit noch den Tod noch den Verlust an Liebe noch sonst irgendetwas, weil du dich im Schlepp des Lebens befindest. Das Leben kann dich in eine Richtung ziehen, an die du nie gedacht hast, bei der allerdings Gold für dich ausgelegt ist, damit du es entdeckst. Alles ist nicht verloren. Etwas ist immer erlangt.
Bevor du geboren wurdest, hast du die goldene Gelegenheit namens Leben akzeptiert. Bejahe es jetzt noch einmal. Bejahen ist nicht vereiteln, obschon du so gedacht hast. Sobald du bejahst, kommst du voran. Sobald du nicht bejahst, schimpfst und schäumst du und vergeudest deinen Anteil am Leben.
Du kannst alle Seekarten beachten, die du möchtest, jedoch alles, was du im Leben wissen kannst, ist, dass du Segel setzt.