SCHAUE NICHT NACH ANTWORTEN
Es ist so etwas Köstliches, dieses Teilen deiner selbst mit Anderen, indes kein Einmischen.
Dieses Sorge-Tragen für deine eigenen Bedürfnisse, die Bedürfnisse Anderer nicht über deine eigenen zu stellen, gleichwohl Andere hegen,
Dieses sich nicht Opfern, und ebenso nicht egoistisch sein,
Dieses die Welt Rühren, jedoch nicht von ihr beeinträchtigt sein,
Dieses unparteilich, jedoch nicht indifferent Sein,
Dieses liebevoll, indes nicht schwärmend Sein,
Dieses Seien während des Tuens,
Dieses Tun, aber nicht zu viel tun,
Dieses aus der Vergangenheit und der Zukunft Herauskommen, um die stets sich ausweitende Gegenwart einzuholen,
Dieses Stillesein inmitten der Tätigkeit,
Dieses Handlung-Einnehmen, aber nicht tun,
Dieses Loslassen der Ängste, die Vorsicht aber nicht in den Wind schlagen,
Dieses Ehren der Wahrheit, unterdessen kein Griff auf sie gehandhabt wird,
Dieses Glück Wollen, und nicht wissen, was mit ihm zu tun ist,
Diese Suche nach Sinn in dem, was bedeutungslos scheint,
Dieses Mich Wollen und Mich Bestreiten,
Dieses alles Wollen und Lechzen nach Einfachheit,
Dieses Frieden Wollen und Spannung Wollen,
Dieses auf den Himmel aus sein und auf der Erde leben,
Diese Zeit und Zeitlosigkeit,
Dieser Augenblick und diese Ewigkeit,
Diese Hemmnisse, über die man dir sagt, sie gebe es nicht,
Dieses Nichtkontrollieren und Ordnung Halten,
Dieses Leben in einem Land der Bestrafung und der Schuld und der ausweichenden Verurteilung,
Dieses Frei-Sein inmitten von Regeln und Gesetzen, und so weiter.
Was soll ein Menschenwesen tun, das richtig und gut leben möchte? Wie handelst du richtig in einer verurteilenden Welt, ohne Verurteilungen auszusprechen?
Es ist klar, dass das Denken darüber, was zu tun ist, dir mehr davon, darüber nachzudenken, überreicht, und dir weniger Gewissheit darüber überreicht, was zu tun ist.
Anstelle des Denkens, versuche das Zuhören.
Anstelle des Rätselns, versuche das Hören.
Richte dich nach den Winken, woher sie kommen.
Versuche nicht soviel herauszufinden. Dir etwas Ausdenken nimmt dich weiter fort, anstatt dass es dich näher heranbringt.
Anstatt auf Antworten aus zu sein, finde etwas Schönes, um es anzuschauen.
Schaue nicht nach Antworten.
Schaue nicht nach Antworten-Geben.
Welchem Problem du heute auch gegenüberstehst, lasse es eine Weile fallen und schaue dir eine Blume genau an. Du wirst stillen Rat finden.
Wende dein Herz zu dem Meinen, und du wirst dich entsinnen, du bist kein Löser. Du bist ein Empfänger. Und dementsprechend wirst du mehr lauschen.
Weniger denken ist weniger erregen. Du hast deine Gedanken sich abrackern lassen, hast sie mit Mistgabeln anderer Gedanken erstochen.
Lasse in deinem Bild etwas freien Raum Eingang finden.
Sofern du von außen nach innen gearbeitet hast, drehe nun die Reihenfolge um und beginne von innen. Sofern du von innen nach außen gearbeitet hast, so reise nach außen. Lasse deinen Geist ruhen, so wie du deine Augen ruhen lassen möchtest, nahe und ferne, nahe und ferne. Schaue irgendwo anders hin.
Du bist kein Löser, weil es für dich nichts zum Lösen gibt.
Du bist derjenige, der lebt.
Leben ist im Leben herumgehen. Was, dachtest du, sei es?
Vielleicht hast du gedacht, du habest das Leben und jene scheinbar Anderen, die mit dir herumgehen, neu zu arrangieren.
Christus wandelte auf der Erde. Und das ist alles, was du zu tun hast. Das ist alles, was du tun kannst. Das ist dein großer Beitrag.
Die Aufgabe, die eine Blume hat - die gleiche ist die deine. Seien.
Und was deine Gedanken anbelangt, alles, was es dir zu tun gilt, ist, mit ihnen Liebe zu verabreichen.
Liebe löst. Deine Gedanken nicht. Deine Gedanken lesen auf und treffen eine Wahl. Liebe liebt.
Nun weißt du, wie all die Probleme des Universums zu lösen sind. Nun weißt du, wie dein Ausdenken weg zu legen ist. Nun weißt du, wie einfach das Leben ist.
Dein Überdenken hat das Leben in Quarantäne gebracht. Und jetzt lebst du das Leben, sodass Andere dir folgen werden und es in derselben Gangart umarmen mögen.