WAS MÖCHTEST DU?
Du denkst, du weißt darum, oder du denkst, du weißt nicht, was das Bestreben deines Herzens ist. Es ist nicht so, dass du unentschlossen bist. Es ist schlicht so, dass du womöglich noch nicht herausbekommen hast, was dir am meisten bedeutet. Was du bestrebst, soll das sein, was dir am meisten bedeutet. Was dir am meisten bedeutet, ist das, was du möchtest oder wovon du mehr möchtest.
Du wirst entdecken, dass du hinter der einen oder anderen Sache hergerannt bist, die im Grunde genommen schlicht nicht so wichtig für dich ist.
Worauf richtest du deine Energie? Und wohin möchtest du sie haben? Ist das beides das gleiche?
Das ist eigentlich keine Frage zum Hin- und Herüberlegen. Du musst nicht durch die Seiten deines Lebens blättern, um die Antwort zu finden. Schaue heute in dich hinein.
Es ist nicht so, dass du über dein Leben eine große Entscheidung zu treffen hast. Was hast du dir angeschaut? Und wobei liegt dein Herz? Der Stern deines Herzens drängt dich zu einem weit entfernten Fleck (was ziemlich weit entfernt scheint). Du versuchst schlicht, dein Herz zu lokalisieren.
Sofern du dich entspannt fühlst, bist du für den Augenblick wach, der ist. Sogar für den Augenblick deines Denkens. Das Leben ist in dem Augenblick deiner Gedanken in Erscheinung getreten. Alles ist untereinander verbunden. Es gibt keine Unverbundenheit.
Ich sage dir, dass es keine Zeit gibt, und Ich sage dir, dass das Leben zeitlos ist. Ich sage dir, dass du in Ewigkeit bist, und dass Zeit nicht existiert.
Wie lebst du demnach im Augenblick? Was ist das Jetzt, in dem du lebst?
Das Leben ist ein breiter Strand voller weißem Sand, der vor dir ausgebreitet ist. Keine Fußspuren sind auf ihm. Du läufst, und hinterlässt keine Abdrücke.
Das Leben ist ein See. Du schwimmst und beeinträchtigst das Wasser nicht.
Das Leben ist ein Atemzug, ein Untertauchen, ein Hochkommen. Ein Hochheben. Von wo strömst du hervor? Es ist die Ewigkeit, und das ist dieser Moment.
Wenn du dich unerfüllt fühlst, bist du aus dem Augenblick herausgeschritten. Infolgedessen bist du aus der Erfüllung herausgeschritten.
Der Wasserkörper, in dem du schwimmst, ist dieser Moment. Es gibt keinen Ort, zu dem es zu schwimmen gilt, denn alles ist der See.
Es bist du, der auf ein Funkeln auf dem See schaut. Du bist auch das Funkeln. Du bist das, was du anschaust.
Du bist das Blatt auf dem Baum. Es existiert in dem Augenblick inwendig in dir. Und du bist das Blatt selbst. Du bist die mächtige Eiche.
Du bist das Firmament. Du bist auch der Himmel, und du bist die Suche nach ihm.
Alles und Zeitlosigkeit sind das gleiche. Du, wie Ich, bist das Alles in Allem. Du spielst auf dem Gefilde der Ewigkeit, und du bist das Gefilde, auf dem du spielst. Da ist kein Unterschied.
Was also ist es, das du im Tiefsten erstrebst? Es ist, dich selbst kennen zu lernen. Du bist alles, was es zu erkennen gibt, weil du alles davon bist. Du bist der ganze Kram. Außerhalb von dir existiert nichts. Es gibt keine Tropfen zum Ozean und keine vom Ozean weg.
Du bist nicht unauslotbar. Du bist tief. Bei dir gibt es keinen Anfang und kein Ende. Du bist nicht das Umdrehen eines Schalters. Du bist immerzu nie endend. Vor dir gab es nie eine Zeit. Es gibt keine Zeit. Es gibt Allheit. Was ist Tiefe, unterdessen du unermesslich bist?
Wohin gehst du, während du stets hier bist? Du kannst nur zu diesem Treffpunkt kommen, wo du und Ich Eins sind. Wir haben bereits Unsere Bestimmung erreicht. Du hast es nur zu erkennen.
Eine Blume blüht ohne Unterlass in Meiner Hand. Abstieg und Aufstieg sind Illusionen. Du indes bist real. Schier die Welt ist es nicht.