DIE NEUTRALITÄT DER LIEBE
Wie separierst du dein Wertempfinden davon, einen Standard zu setzen? Es ist gut für dich, deine Werte zu haben, indes ist es nicht gut, sie Anderen aufzuerlegen. Andere müssen nicht so wie du gewisse Elemente des Lebens wertschätzen. Selbst du hast innerhalb der Werte, die du für dich selbst ansetzt, Ausprägtheiten, ist das nicht so?
Wertschätze nicht das Missbilligen.
Du weißt nicht, was der Pfad eines Anderen ist, und es liegt dir nicht an, ihn von ihm abzuhalten.
Es gibt Werte, die dir unverletzlich sind, nicht jedoch sonst jemandem.
Andere Kulturen wertschätzen andere Dinge.
Andere Kulturen werden dich vielleicht schief ansehen.
Sieh ein jedes Individuum in der Welt, als sei es von einer anderen Kultur, und du wirst weniger unterstellen. Die Wahrheit lautet, dass keine zwei Haushalte gleich sind.
Und jemand wird womöglich selbst den Werten, die er aufstellt und an die er in seinem Herzen glaubt, gerecht werden. Ich klage weder ihn noch dich an. Du magst sagen, du glaubest an leben und leben lassen, und dennoch kann es sein, du hältst dich nicht daran.
Sei nicht so rasch darin, die Missstände der Welt richtig zu stellen. Stelle deinen eigenen Kompass, und das ist genug Arbeit für dich.
Du bist nicht dazu geboren, der Kritiker der Welt oder von jemandem in ihr zu sein. Fange an, das Richtige mehr zu sehen als das Falsche.
Wenn Andere das kaufen, was du nicht kaufst, dann gackere nicht mit deiner Zunge. Wenn Andere das umschmeicheln, was du nicht umschmeichelst, hast du das nicht mehr für gut zu finden, als du es zu missbilligen hast. Du bist weder der Billiger noch der Missbilliger des Universums.
Du bist der Handhaber deiner selbst.
Sei du. Schreite aus. Trage dein eigenes Schwert der Wahrheit. Du kannst nicht dasjenige Anderer tragen. Deine Verantwortung für Andere lautet, sie so zu lieben wie sie sind, nicht, sie umzuschreiben.
Andere mögen fehlgeleitet sein, aber das ist für deine Wahrheit irrelevant. Ein Anderer mag tun, was du als Abscheulichkeit ansiehst. Es mag sein, dass er dafür sogar gelobt wurde, und du erachtest sogar auch das Lob für eine Abscheulichkeit.
Du äußerst dich verächtlich über das Wort „Abscheulichkeit“ und jene, die es gerne benutzen. Lasst Uns allerdings kein Blatt vor den Mund nehmen. Ersetze „Abscheulichkeit“ durch „Missbilligung“. Als was sonst bezeichnest du es, wenn du denkst, du wissest es besser als sonst jemand?
Du bist der einzige, der deinem eigenen Herzen zu folgen hat. Du bist der einzige.
Ich übergab den freien Willen. Ich übergab ihn euch. Wieso ist es dann für dich so schwer, ihn einem Anderen zu gewähren?
Setze deine Werte für dich selbst fest. Sei, wie du dich auf den Weg machst, zu sein.
Kein einziger ist mehr oder weniger als du. Einerlei, worin ihre Schulden bestehen, sie sind nicht mehr verpflichtet als du. Sie sind ebenso verpflichtet, ihren eigenen Weg zu nehmen, wie du das für den deinen bist.
Löse die Fehler Anderer aus. Halte dir die Fehler Anderer nicht so teuer. Versuche nicht, ein Zensor des Lebens oder derjenigen, die es leben, zu sein. Lasse sie sein.
Nimm vor jedem deinen Hut ab. Lege deinen Umhang für alle ab, die ihren Weg im Leben nehmen, wie nah oder wie fern sie deinen Werten auch kommen. Halte dein Auge auf Mir fest und nicht so sehr darauf, was andere Menschen tun oder sagen.
Hände weg. Die Geiste ebenso weg. Finde jenen Kern von dir, der dein Herz mit allen Herzen ineinander übergehen lässt. Manchmal sind Andere ebenfalls von sich enttäuscht. Dein Ort ist, neutral zu sein. Deine Neutralität, deine Akzeptanz eines Anderen als Mein Kind, einerlei, worin dessen Historie besteht, hebt die Welt an. Deine Kritiken tun das nicht. Du wurdest nicht auf die Erde gestellt, um über Anderen zu sein. Schwenke in deinem Leben einen Zauberstab der Liebe und keinen Stock.
Verdamme niemanden. Lasse sie lernen, so wie du selbst lernst. Unterschiedliche Lektionen, das ist alles. Deine Lektionen sind nicht besser als die eines Anderen. Sie sind einfach die deinen. Diejenigen, die du beurteilst, könnten etwa weitaus weniger beurteilend sein als du, und vielleicht ist es das, was es dir von ihnen zu lernen gilt.