SIND DER FÜLLE GRENZEN GESETZT?
Ihr sitzt in einem Füllhorn und wundert euch, wo euer Reichtum ist.
Ihr habt alles auf euren Fingerspitzen, und doch fragt ihr euch, weswegen ihr ohne dasteht. Mit Sicherheit fehlt euch etwas. Euch fehlt Gewahrsein. Euch fehlt das Gewahrsein, dass Fülle nicht etwas ist, was ihr entgegennehmt, genauso wenig wie sie etwas ist, was ihr in eurer Tasche findet. Ihr hättet einfach hinein zu langen.
Es gibt keinen Unterschied zwischen dir und dem Millionär. Seine Tasche ist nicht größer. Seine Reichweite mag umfassender sein. Dessen Vision wird vielleicht größer sein, und infolgedessen sein Zugriff. Er mag Geld geerbt haben. Vielleicht hat er dafür geschuftet. Vielleicht hat er investiert. Vielleicht hatte er eine brillante Idee. Irgendwo hat sein Geist einen Satz gemacht und ihn dort landen oder verbleiben lassen, wo er ist. Er ist nach allem schier Geld.
Für diejenigen unter euch, die vom Morgen bis zum Abend durcharbeiten, ohne dass sie dabei ein gutes Auskommen erwirtschaften, ist das schwer zu akzeptieren. Reichtum ist womöglich nicht eure Erfahrung gewesen, und er mag nicht das gewesen sein, was ihr wahrnahmt.
Vielleicht hält die Welt nach wie vor die Auffassung inne, dass es eigentlich nur so viel gibt, um gerade mal damit zurechtzukommen. Vielleicht hält sie die Auffassung inne, dass es immer die Reichen und die Armen gibt. Vielleicht die Auffassung, dass es die Armen geben muss, damit es die Reichen geben kann. Vielleicht die Auffassung, dass man sich den Reichtum verdient haben muss, um ihn zu haben. Vielleicht die Auffassung, dass es besser ist, keinen Reichtum zu haben. Vielleicht die Auffassung, dass du nicht wüsstest, was mit ihm zu tun sei. Vielleicht fürchtest du die Ausstattung der Fülle. Vielleicht denkst du, du kommst ohne sie besser aus. Vielleicht denkst du, du seist tugendhafter oder verantwortlicher, wenn du nicht darum kämpfst. Vielleicht denkst du viele Dinge, die nicht stimmen.
Vielleicht denkst du, es sei ohne Reichtum einfacher, weil mit der Verwirklichung von Reichtum Verantwortlichkeit einhergeht. Vielleicht bist du mit Geld sorglos umgegangen, und beim Reichtum, da hättest du dich darum zu kümmern.
Wir wissen, es gibt Fülle, die nichts mit Geld zu tun hat, wer indes sagt, dass du nicht Fülle in allerhand Weise UND Geld haben kannst.
Wenn du Weltreichtum hast, bedeutet das nicht, du hast jemandem Fülle versagt. Es ist umgekehrt. Sofern du dir selbst Reichtum versagst, hast du jemand anderem Reichtum versagt. Wem gibst du kein Geld, weil du es dir nicht leisten kannst, ihm eine Arbeitsstelle bei dir zu verschaffen?
Das Thema lautet nicht: Geld vor allem anderen. Genauso wenig lautet das Thema: Geld für jeden Anderen in der Reihe vor dir, oder Geld für dich, nachdem du alles Sonstige erlangt hast.
Vielleicht liebst du das Drama, keine Menge Geld zu haben. Vielleicht drehst du bei Geld deine Nase nach oben. Vielleicht denkst du, du seist zu spirituell, um dich mit Geld zu befassen. Vielleicht denkst du, du kommest ohne Geld besser aus. Vielleicht glaubst du an Verarmung und an verarmte Länder.
Falls Länder deine Kinder wären, dann glaubst du an etliche deiner Kinder mehr als an andere. Was du dir an Bildern zeichnest, das kommt und passiert oder es setzt sich fort, um deine Sicht abzuschildern.
Deine nächste Frage kann etwa sein: Wie bloß kann ein Land voller Staub und Dürre seinen Einwohnern Nahrung bereitstellen? Zunächst einmal, du brauchst die Antworten nicht zu kennen. Die Antworten befinden sich zurzeit jenseits deiner Sicht. Du bist nur so weit gelangt wie die Fragen.
Falls sich genügend Menschen auf der Erde in Bildern ein armes Land in vollem Reichtum ausmalen, falls genügend Menschen an den Reichtum dieses Landes glaubten, wie lange könnte denn dann das Land arm bleiben? Jenes arme Land ist ein Aspekt von euch, Geliebte. Vielleicht erschafft ihr arme Länder, weil ihr das Konzept innehabt, dass ihr auf diese Weise euer Land wohlhabend haltet, dass es nur auf diese Weise so viel Geld, um zurechtzukommen, zuhanden ist. Dies, Geliebte, Geliebter, ist ein weltlicher Beweis, und du musst darüberhinaus zur Wahrheit gelangen. Zur Wahrheit gelangst du, und der Reichtum vermehrt sich eben pur durch die Großherzigkeit deines Geistes.