SICH DES SEIENS ENTSINNEN
Entsinne dich der Ruhe. Dem Begegnen entsinnst du dich recht gut. Sei nun der Ruhe eingedenk. Schäme dich nicht zu ruhen. Rolle deinen Körper auf die Behaglichkeitsseite des Bettes, und lasse deinen Geist von dem Rummel des Lebens ebenfalls ausruhen.
Du hast nicht immer zu tun. Entsinne dich des Seiens. Sein ist dasjenige, was immer da ist. Es bleibt, während du mit dem Tun aufhörst.
Wie steht das Denken mit dem Seien in Beziehung, wunderst du dich. Also, du bist ein Seinswesen, das denkt, doch denke weniger. Anerkenne mehr.
Denken ist beschwerlich reisen. Seien ist augenblicklich, und Seien ist ewig. Deine Gedanken sind Begleiter. Sie leisten dir Gesellschaft, gelegentlich zu deinem Entsetzen. Doch sind Gedanken nicht dein Sein. Des Öfteren sind sie wie Reiseführer, die nicht still sein und dich nicht einfach genießen lassen wollen. Sie wollen dir mit ihrer lauten ungezügelten Stimme gerne alles erklären und mit dir nach hier und nach dorthin rennen.
Lasse auch deine Gedanken eine Weile ruhen. Lasse sie gehen und entbinde sie eine Zeitlang. Lasse die Energie, die in derart vieles Denken einfließt, sich zu größerem Denken gürten.
Gedanken sind bloß Impulse des Denkens.
Lasse deine Gedanken von tieferen Tiefen herkommen, und du wirst tiefere Impulse und tiefere Gedanken haben, die dich weiter springen lassen.
Du weißt nicht so viel, wie du gerne denkst. Gleichzeitig weißt du weitaus mehr, als du denkst. Lasse mehr deines Wissens emporkommen. Gib ihm eine Chance, sich selbst zu erweisen.
Du bist ein unentdeckter Schatz.
Die Anerkenntnis deinerseits ist nötig. Niemandes sonst.
Du hast dich außerhalb von dir nach Anerkenntnis umgeschaut, und demnach hast du dir selbst eine Falle gestellt und dich in ihr verfangen.
Schaue nach vertrautem Wissen inwendig in dir, und nicht nach Anerkennung von außen.
Was die Welt und die Insassen in ihr von dir denken, ist beiläufig. Was du von dir selbst denkst, ist zuvorderst.
Lasse deine Gedanken über dich selbst von Mir her emporsteigen, und fortan wirst du wissen, was du weißt.
Die Probleme der Welt sind sehr spannende Dinge. Sie erlauben dir, mit deiner Zunge zu schnalzen und deine Hände hochzuwerfen. Du hast es gerne, machtlos zu sein. Du, der du derart machtvoll bist, denkst gerne, dass du, was die Weltereignisse angeht, nichts tun könnest, dass sie außerhalb von dir seien, je weiter von dir weg desto besser. Deine Gedanken ziehen an, und deine Gedanken werden zu dem Gram der Welt hingezogen. Deine Gedanken heften sich an sich selbst.
Denke nicht, es gebe wenig, was du tun kannst. Deine Gedanken sind machtvoll, also ändere dein Denken. Weite es. Denke nicht, du tuest wenig oder nichts, während du Andere in Mein Licht stellst.
Sieh es so – du hilfst den Menschen in Problemen, indem du sie mit Mir an einen Konferenztisch setzt.
Manchmal ist es so, je mehr Ich benötigt werde, desto weniger werde Ich berücksichtigt, so, als wäre Ich ein separater Faktor im Leben der Menschen. Du denkst, Ich sei recht nett, jedoch machtlos, um den Lauf der Ereignisse zu ändern. Du denkst, dass Ich vielleicht ein schönes Hobby bin, doch nicht die Hauptströmung.
Du denkst etwa, das Versetzen von Nadeln auf einer Landkarte sei lebenswichtiger als Mich zu Rate zu ziehen. Du denkst etwa, dass äußeres Handeln lebenserhaltender sei als inwendiges Seien.
Und eben deswegen fühlst du dich gegenüber den Weltereignissen hilflos, weil du die Macht deines inneren Seiens nicht erkennst.
Höre auf, die äußeren Begebenheiten der Welt zu betrauern, und fange an, Mein Licht auszusenden. Denke nicht, Mein Licht sei unerheblich. Hält Mein Licht nicht das gesamte Universum beieinander?
Weite Mein Licht nach dorthin aus, wo Schatten herrscht. Alles andere als Mein Licht ist bloß Gebabbel oder kurzsichtiges Unterfangen, oder Drehungen und Wendungen von männlicher Energie. Die Welt bedarf neuer Stiche, die gewebt werden, sie bedarf keines Vertuschens. Weben ist kein Projekt, das den Männern alleine zugehört.
Es gibt nichts, was hoffnungslos ist, und niemanden, der hilflos ist. Distanz existiert bloß in Menschlichen Bezügen, nicht in den Meinen. Und somit befindet ihr euch inmitten des Tumults. Er ist nicht weit von euch entfernt. Er ist so nahe wie euer Herz. Lasst euer Herz die Wunden heilen.
Sendet euer Herz hinaus, wohin es nötig ist. Sendet euer Herz wie Krankenschwestern hinaus. Eure Herzen heilen die Wunden von innen her nach außen, und das ist die einzige Heilung von Belang, weil es die einzige Heilung ist, die andauert. Seid der Welt ein Wohltäter. Werft eure Hände nicht hoch.