GOTTES LICHT AUF ERDEN
Am Anfang der Schöpfung, bei ihrem Einsetzen, dem Einsetzen der manifestierten Schöpfung, als Energie physisch wurde, sagte Ich: „Es werde Licht.“ Und Ich machte dich in Meinem Licht. Ich machte dich zu einer Sonne in der Welt, um sie zu anzustrahlen. Ich machte viele Sonnen, damit sie aufeinander strahlen. Ich machte dich zu einer Sonne, um die anderen Sonnen anzuzünden. Alles, was Ich je machte, ist Licht, indes wurde Mein in Form gebrachtes Licht differenziert, wurde physisch, wurde dicht, und gelegentlich wurde das Licht, aus dem Ich dich machte, schattig, und gelegentlich überhaupt nicht gesehen.
Doch seid nicht besorgt, Mein Licht zu sein und Mein Licht auszustrahlen. Vielleicht legt ihr euer Augenmerk auf das Sehen Meines Lichts in Anderen, und hernach, ganz leicht, ohne willentliche Absicht, fangt ihr an, das Licht zu sehen, das aus euch heraus scheint. Habt keine Angst, euch nach Meinem Licht umzuschauen, das von den Augen Anderer ausgeht. Ihr werdet im Vergleich nicht weniger.
Ihr seid die Wellen des Ozeans, und Ich bin der Ozean. All die Wellen, alles derart untereinander verbunden, derart entschieden eins, sind ebenso der Ozean. Eine einzelne Welle hängt von der anderen ab, aber sie gründen alle auf dem soliden Ozean, aus dem ihre Bewegung und Schwingung entkommen. Woher sonst kamt ihr, wenn nicht vom Ozean. Eine Welle erschafft sich nicht selbst. Sogar eine mächtige Welle tut das nicht.
Wessen Licht scheinst du, wenn nicht das Meinige? Aus welchen Partikeln bist du gemacht, hätte Ich sie nicht vermacht?
Wer gab dir eine Stimme? Meinst du wirklich, du klimperst deine eigenen Stimmbänder? Denkst du wirklich, du bist das Steuerorgan von dir?
Woher kam Musik?
Und was ist Kunst anderes als ein Testament an Mich, den Künstler des Alls? Welche Farben entstammen nicht Meiner Palette? Zeige Mir eine. Zeige Mir eine, die Ich nicht schuf. Wer mischte sie und setzte sie in kleine Zinnschachteln oder Gefäße, damit ihr sie von den Regalen des Universums herunterholt, wenn Ich das nicht war?
Wer gab eurem Arm die Vorwärts-und-Rückwärts-Bewegung, um zu geben und in Empfang zu nehmen, sodass Geben und Empfangen als pur ein augenblicklicher Akt erkannt wird?
Wer gab eurem Herzen Anweisung zu schlagen? Wer stellte liebevoll jedes Molekül von euch her?
Wer hegte euch?
Woher kommt alle Liebe, wenn nicht von Mir? Kein einziger erschafft sie oder brennt mit Mir durch. All das ist Mein, ausgegeben, damit es geteilt wird, ausgegeben, damit es aufgewendet wird, ausgegeben, damit es entgegengenommen wird.
In Wessen Bild könntest du sein, wenn nicht im Meinen?
Und wohin könntest du gehen, wenn nicht zu Mir? Welcher Pfad führt nicht zu Mir? Es gibt nirgendwo sonst etwas, zu dem man gehen könnte, außer zu Mir. Es gibt niemanden sonst, mit dem man gehen kann, außer mit Mir. Woher du bist, ist, wo du bist, und du denkst lediglich, du gehest dort hin.
Ich bin immerzu in dir wach. Ich rege dich immer. Ich gleiße dich. Ich rufe dich immer. Meine Stimme ist angenehm.
Du bist wie der Säugling, der gehen lernt. Der erste Schritt scheint folgenreich, doch alle Schritte sind die gleichen.
Vor dem Gehen seid ihr bereits zu Mir gekommen. Einmal im Gehen, geht ihr dort hin, wo ihr schon seid. Jedwede Bewegung ist zu Mir hin. Hin und her zu Mir hin. Ihr könnt nicht anders. Ihr mögt versuchen, euren eigenen Weg zu nehmen, aber ihr seid unvermeidlich zu Mir hin gezogen. Ich ziehe euch zu Mir. Aber das Ziehen weist auch eure eigene Willensäußerung aus.
Wir, du und Ich, schlossen einen Pakt, dass ihr in die Welt vorprescht, und, ferner, dass ihr zu Mir kommen werdet, und dass ihr Mich zur Welt bringen wollt. Seht ihr, dass es keinen Unterschied gibt, in welche Richtung? Es gibt nur eine einzige Richtung, und das ist die Unsere. Und du bist hier. Und Ich bin hier, und alle sind hier. Es gibt kein dort. Es gibt nur hier, wo Wir sind, Alle von Uns beisammen.