WESSEN SICHT?
Wie wundervoll Ich bin, dein Gott vor dir!
Aber du glaubst noch nicht so recht, dass Ich so wundervoll bin, oder dass Ich stets vor dir bin. Es gibt Augenblicke, wann du das tust, doch längere Zeit bist du von Mir und dir enttäuscht, da Mein Wille nicht derart augenfällig ist, wie du ihn gerne hättest. Ich habe Mich nicht in der Weise offenbart, wie du es gerne siehst.
Du spürst, dass dir und der Welt etwas zurückgehalten worden sei. Du fragst: „Wieso kommt dieser Gott des Universums nicht heraus und zeigt Sich jedem und verwandelt damit die existente Welt der Menschen? Warum befördert dieser Heilige Gott nicht den Frieden auf Erden für alle, sodass wir ihn sehen können? Wieso regiert die Liebe nicht sichtbarerweise?“
Du denkst widerspenstig: „Vielleicht existiert Gott gar nicht. All das Augenmerk auf Ihn ist einfach bloß, um unsere Sinne von unseren Schmerzen und von dem Schmerz der Welt wegzubekommen.“
Du erläuterst: „Es gibt in der Welt Produkte, die jeden Schmutz und Fleck säubern können. Es gibt Farbdosen, die jeden Raum aufhellen. Es gibt Produkte, die die Haarfarbe ändern und glänzender machen können. Und diese Produkte halten ihr Versprechen. Wieso in aller Welt räumt dann Gott nicht die Welt auf, und zwar sofort?“
Dein Herz beklagt ferner: „Ist dieser Gott zuguterletzt meine Art Gott? Habe ich all mein Zutrauen und meinen Glauben in einen Gott gelegt, Der nicht zur Rettung herzueilt? Ist eine Farbdose vertrauenswürdiger als der Allmächtige Gott?“
Du weißt, dass die Erzeugnisse auf der Erde nur auf der Oberfläche funktionieren, gleichwohl schreit dein Herz aus: „Bitte, Gott, gib uns etwas Oberfläche. Ändere die Erscheinung der Welt.“
Doch werde Ich die Erscheinung der Erde nicht ändern. Ich kenne, was Ich geschaffen habe. Was ihr seht, ist euer Sehvermögen. Was ihr seht, ist eure Sicht. Sie ist nicht die Meine.
Sofern ihr auf die Dinge schaut, die klein sind, schaut ihr Kleines an. Lasst eure Augen einen Augenblick lang ausruhen. Geht ein wenig zurück und schaut von einem anderen Blickwinkel her. Seht von dem Blickwinkel dessen her, was schön ist. Ihr habt hinausgespäht, wie jemand, der nach dem Schmerzhaften, nicht nach dem Schönen Ausschau hält.
Das Schöne ist da. Es verlangt danach, gesehen zu werden. Und ihr seid diejenigen, es zu sehen.
Heute wird die gesamte Welt anders sein, sobald ihr mit Augen hinausschaut, die die Schönheit in Beschlag nehmen. Sobald jedermann mit der Absicht, das Schöne zu bergen, hinausschaut, wird das Schöne gesehen werden. Es ist bereits da. Es wird augenfälliger werden. Es wird mehr herausgestellt werden.
Ihr habt mit Augen hinausgeschaut, die sagen: „Hmm, siehst du, was ich sehe? Schau dir all diese Unordnung an. Schau dir all das Desaster an. Wo ist jener Gott? Was hat Er unterdessen getan?“
Lasst diese Gedanken jetzt über euch kommen.
„Was habe ich, dieses Menschenseinswesen, angeschaut? Habe ich auf das geschaut, was grundständig verkehrt ist? Und habe ich demzufolge das, was verkehrt ist, unauslöschlich gemacht? Habe ich lieber auf den Irrtum als auf die Wahrheit geschaut? Warum möchte ich, dass Gott Wunder vollbringt, unterdessen ich ebenjetzt mittels meiner Sicht und Meiner Gedanken das Antlitz der Erde zu verwandeln vermag?
Habe ich auf Andere gewartet, damit sie das für mich erledigen? Habe ich darauf gewartet, dass die Augen eines Anderen den Anfang machen, und dass ich dann folgen möchte? Haben die Augen Anderer vielleicht auf mich gewartet? Wer war der eingesetzte Führer der Welt? Wer hat vorher mein Recht entleert, eine Welt des Friedens und eine Welt der Schönheit zu erschaffen?
Meine Gedanken können die Welt beruhigen. Meine Sicht kann der Welt goldenes Licht übermitteln. Alles, was ich zu tun habe, ist, meine Vision näher an die Wahrheit heran zu rücken. Ist Gottes Wort nicht genug für mich? Wer bin ich, um mehr zu fordern?
Ich bete zu Gott um Führung. Ich bete zu Gott, meine Liebe durch Ihn auf Ihn und auf alle Schöpfung zu spenden. Ich bete zu Gott, mir die Augen zu reichen, um zu sehen, ich bete zu Gott, mir Seinen Willen zu geben, um dem meinigen Aufschwung zu verleihen, sodass ich der Welt förderlich bin. Worüber ich denke, das wächst mir selbst und das wächst Anderen zu, die ebenfalls wie ich sind und sich nach Güte und Größe sehnen. Nun spende ich dem Licht des Willens Gottes Segen und lasse ihm Segnungen zukommen.
Gott antwortet mir immer, und jetzt höre ich.“