WAS WÄRE, WENN ES KEINE WORTE GÄBE?
Was wäre, wenn du das Wort Zwangslage nie gehört hättest? Wärst du dann stets mit dir einig?
Was wäre, wenn Worte für etwas, was du nicht möchtest, nie erfunden worden wären? Was wäre, wenn das Wort Ärger nicht existierte? Würdest du dann das spüren, was scheinbar die Realität von Ärger ist? Würdest du je an Ärger oder an den Anlass von ihm denken?
Was wäre, wenn das Wort Ärger anders definiert wäre? Was wäre, wenn es eine Zeitlang Abwesenheit von Liebe, oder kurze Pause in der Liebe, oder irrige Wahrnehmung bezeichnen würde?
Was wäre, wenn du Ärger nie erblickt hättest, und wenn nie jemand mit dir ärgerlich gewesen wäre? Wo hättest du dann Ärger kennen gelernt?
Was wäre, wenn jeder auf der Erde sich wagte, jung zu sein, und ausschließlich Spiel und Freude kennte?
Was wäre, wenn niemand je von dem Konzept der Frustration gehört hätte?
Was wäre, wenn niemand je von Disharmonie gehört hätte? Was wäre, wenn jeder bloß Harmonie kennte, jedoch das Gewahrsein innehätte, dass die Entfaltung der einen oder anderen Harmonie länger braucht als anderwärtiges?
Was wäre, wenn du gänzlich originale Gedanken hättest? Was wäre, wenn du wirklich an dich selbst dächtest? Worauf würdest du verzichten und was würdest du behalten und was würdest du dazutun?
Was wäre, wenn du heute einzig positive Worte sprächest? Es gäbe etliche Dinge, die du einfach nicht sagen könntest. Vielleicht würde sich aufgrund dessen, was du nicht sagst, die gesamte Schwingung der Welt ändern.
Was ist nicht möglich?
Was wäre, wenn du nie von dem Konzept des Schweren oder Leichten gehört hättest?
Wieso hast du kalt und heiß zu kennen?
Was wäre, wenn es keine Worte für etwas gäbe?
Worte sind wunderschöne Sachen, und dennoch sind einige nicht wunderbar, wieso also sie behalten?
Es gibt derart viele Sprachen in der Welt. Weswegen könnten nicht alle Sprachen einzig Freude zum Ausdruck bringen? Was ist so bedeutend daran, aufzuzeichnen, was nicht Freude ist?
Was wäre, wenn es keine Fragen und keine Antworten gäbe? Wenn dein Herz klar ist, was gibt es da zu fragen? Wenn dein Herz nicht klar ist, welche Antwort kann dann vernommen werden?
Was existiert, das existieren muss?
Was existiert nicht, was nicht existieren könnte?
Sofern Missstand existieren kann, kann es dann das Wunder und das Wundern nicht?
Sofern Wunder existieren kann, wieso könnte jenes dann nicht alles sein, was existiert?
Muss dasjenige, was unnötig ist oder Unglücklichsein hervorbringt, sein? Wieso sollte es irgendwo sein?
Geliebte, sobald ihr die Welt und das Leben als einseitig seht, seht ihr vielleicht durch die Augen der Vergangenheit. Etwas war einseitig. Weil es früher einmal so war, bedeutet nicht, es hätte sich wieder ebenso auszuspielen. Wenn du würfelst, wie stehen da die Chancen, dass du das nächste Mal zwei Einser erhältst?
Ein Hund etwa sieht ein Eichhörnchen unter einem bestimmten Baum. Beim nächsten Mal, wenn er vorbeikommt, schaut er sich nach dem Eichhörnchen um, ob es hier ist. So, Geliebte, seid ihr gewesen. Ihr schaut nach dem, was ihr bereits gesehen habt. Sogar dann, wenn ihr nicht überzeugt seid, dass sich die Vergangenheit fortsetzt, befürchtet ihr wohl nach wie vor ein Wiederauftreten. Hört mit dem Fürchten auf und fangt an, auf ein andersartiges Szenario zu schauen.
Ich bitte euch, die Vergangenheit los zu lassen. Sogar erinnerte Freude ist Vergangenheit.
Günstige Gelegenheit ist existent. Gelegenheit meint, dass sich mehr Möglichkeiten ausweisen. Gelegenheit meint etwas Neues an deinem Horizont.
Gefangener der Vergangenheit sein ist wie ein Buch vor dir haben, das du nie gelesen hast. Dennoch schaust du auf den Umschlag und sagst: „Ich weiß, wovon dieses Buch handelt.“ Natürlich ist das mit einem Buch durchaus zu machen. Bei eurem Leben allerdings, Geliebte, da beschwöre Ich euch, einen anderen Blick einzunehmen.