WAS GOTT WEBT
Ich bin der wirkliche Weber, und Ich webe Herzen. Ich verflechte das deine mit dem Meinen. Das ist unumgehbar, da Ich Mich um das schare, was niemals anders sein kann, ausgenommen in deinem Denken. Demnach webe Ich nicht wirklich. Ich weise dich auf das existente Gewebe, und zuletzt vermerkst du es.
Ich bin dein Liebhaber, Der dir nachgeht, und du hüpfst weg. Du weißt noch nicht, Wer Ich bin. Du denkst vielleicht, Ich sei ein Fremder, der nichts Gutes im Schilde führt, während doch Gutes alles ist, was Ich bin, und desgleichen alles, was du bist. Wir können nichts anderes sein.
Deine Angst versteckt deine Güte hinter einer Maske, und sie verbringt Mich aus deinem Blickfeld hinter eine Maske.
Hättest du dein Wissen von Mir bewahrt, so würdest du keine Angst kennen. Aber du hast fortgeschaut, und Angst machte sich heran, anscheinend Meinen Platz einnehmend. Aber nichts nimmt Meinen Platz ein. Ich bin unnachgiebig und unersetzlich, und irgendwo tief innen weißt du das.
Die Wahrheit ist, dass du Mich wie deinen Handrücken kennst. Nur, du hast bis jetzt die Verbindung nicht vollständig oder bewusst geschlossen. Du magst argwöhnen, dass Ich da draußen irgendwo in der Ferne dahinten sei, aber du wagst den Gedanken nicht, dass Ich direkt hier und inwendig in dir bin. Du hast es gerne, Mich mehr als einen gespensterhaften Geist als als eine Realität zu denken.
Du fürchtest, Ich sei ein Märchen, aber eine Fabel ist es, in der du lebst ohne Mich. Märchen haben ganz richtig Angst in sich. Sie haben Ungeheuer. Ungeheuer existieren nicht, außer dann, wenn Ich außen vor gelassen werde. Ungeheuer sind eure Ängste, in eine Form gebracht.
Jeder erfasst das Konzept des Himmels. Es gibt keinen einzigen unter euch auf der Erde, dem das Verständnis mangelt, was der Himmel ist. Er wird klar begriffen, und ihr hattet kurze Einblicke von ihm. Ihr hattet mehr als Einblicke. Ihr habt ihn erfahren. Ihr seid dort gewesen. Er ist dort, wo Ich bin. Und er ist auch dort, wo ihr seid.
Ihr habt nicht geschaut. Ihr habt nicht aus euch selbst heraus geschaut. Ihr habt weggeschaut. Ihr habt anderswohin geschaut. Weil ihr euch auf eine andere Richtung scharf gestellt habt, bedeutet nicht, dass das, was ihr nicht erblickt, nicht da ist. Es existiert eine Objekt-Permanenz.
Du brauchst ein weiteres Sichtfeld. Du hast Schauen nötig.
Sei heute ein Detektiv, der sich nach Anzeichen von Gott und dem Himmel umsieht. Begib dich auf den Ausguck.
Ich schaue nach dir aus. Und wenn du dich umschaust, werden sich Unsere Augen begegnen, und es wird ein unverzügliches Wiedererkennen geben.
Und sobald du Meine Hand auf deiner Schulter spürst, wirst du sie spüren.
Und sobald du in Meine Augen schaust, wird die gesamte Vergangenheit wegschmelzen, und du wirst der Phönix sein, der sich aus der Asche erhebt. Bloß, Asche gibt es da nicht. Unsere Liebe, die brennt, brennt sich selbst nicht auf und hinterlässt keine Asche. Unsere Liebe brennt ohne Überreste. Unsere Liebe brennt heller und heller, bis du siehst, dass es nirgendwo im Universum etwas anderes gibt als Unsere Liebe.
Die Flamme Unserer Liebe ist das Licht der Welt. Bildlich wie wörtlich. Es gäbe keine Sonne ohne Liebe. Ohne Liebe gäbe es keine Welt. Gäbe es keine Liebe, so hättet ihr euch nicht manifestiert. Es existiert nichts als Liebe, die Meinige und die deinige, derart miteinander vermengt, dass es überall nur die Meine gibt, alleine, du wurdest geblendet.
In euren Augen, die sehen, ist Licht. Lasst das Liebelicht dort scheinen. Schaut mit Liebe auf die Liebe. Schaut heute nach Hinweisen des Himmels. Die Hinweise sind überall. In dem unscheinbaren Anblick - wolltet ihr doch bloß schauen.
Und Ich denke, ihr wollt schauen. Und wonach ihr euch umseht, das werdet ihr bemerken, und demnach werdet ihr denken, ihr hättet es gefunden, aber ihr habt lediglich, unter allerlei Dingen, Meine Liebe an allen Orten bemerkt.