CHRISTOPHER KOLUMBUS UND CHRISTUS
Eure Vorstellungsgabe ist wie Fäden der Sonne. Ihr habt euch Fotos davon angeschaut, die im Wald Sonnenstrahlen zwischen den Bäumen zeigen. Eure Vorstellungskraft ist genauso. Sie ist nicht etwas, was entmutigt werden, sondern was ermutigt werden sollte. Wer ist qualifiziert zu sagen, dass die Bäume verlässlicher sind als die Sonnenstrahlen, die zwischen und über ihnen durchbrechen?
Eure Vorstellungskraft nährt eure Bestreben. Vielleicht können Wir sagen, dass Bestreben imaginierte Gedanken sind. Du hast sie dir vorgestellt. Und in dem Wort „Imagination“ liegt das Wort „Magie“. Lasst uns „Magie“ stattdessen „Majestät“ nennen, weil „Magie“ einen Trick impliziert, weil aber Imagination kein Trick ist. Sie ist: weiter hinaus sehen. Sie ist: ein Bild machen davon, was kommen soll.
Erschafft die Vorstellungskraft das Bild, oder ist die Vorstellungskraft schier Vorhersagen? Das ist nicht von Belang. Bilder werden im Geist geschaffen, und dann werden sie aufgefunden. Die Bilder nehmen dich weiter. Sie rufen dich. Sie geben dir einen Grund, vorwärts zu kommen. Sie sind Liebe, die dich ruft.
Kultiviere die Imagination. Sich Freuen ist nicht genau das gleiche wie auf die Zukunft Schauen. Was immer du soeben siehst, du hast es dir einmal vorgestellt. Imaginieren ist nicht so sehr auf die Zukunft Schauen, wie dies Erschaffen ist.
Wie machtvoll deine Gedanken doch sind!
Wenn du an eine Katastrophe denkst, erschaffst du sie wohl. „Das, was du fürchtest, kommt über dich.“ Das, was du dir vorstellst, findet dich. Die Macht des positiven Denkens ist kein falsches Polstern eurer selbst. Es ist ein Bild Erschaffen dessen, was ihr wollt und vielleicht davon, wo ihr euch ersehnt, zu sein und dazuzugehören.
Es ist leicht, auf die Schrecken rund um euch hinzuweisen. Es ist auch leicht, einen größeren Horizont zu sehen.
Vielleicht gibt es gar keine Imagination. Vielleicht gibt es schlicht ein Vorhersagen der Zukunft.
Konnte sich Kolumbus vorstellen, was bereits existierte? Er begab sich auf die Suche nach Indien und fand an der Stelle, wo er schaute, einen anderen Kontinent. War es seine Vorstellung, die über den Irrtum der flachen Scheibe der Erde hinausging, oder war es die Wahrheit, die ihn rief?
Wenn ihr ohne Vorstellungskraft seid, klebt ihr an der Theorie der Erde als einer flachen Scheibe fest. Geerdet sein ist nicht an der Flachheit festgeklebt sein. Kolumbus war nicht ungeerdet. Er gründete schlicht auf mehr als die Meisten seiner Zeit.
Das Volkstümliche hat etwas Wahres in sich. Das Volkstümliche ist wie eine Metapher. Die Flachheit der Erde war eine Metapher für die Flachheit oder die Gleichheit des Denkens.
Es ist Volkstümliches, das die Aussage trifft, die Erwähnung von Christus sei Religion. Die Erwähnung von Kolumbus ist nicht Religion. Genausowenig ist sie Wissenschaft. Kolumbus und Christus sind zwei Menschen, die die Erde mit einer Vision, die den Meisten voraus war, begingen. So simpel ist das. Kolumbus' Bewandtnis war mit der Erde, Christi Bewandtnis mit dem Himmel verbunden. Jeder folgte seinem göttlichen Plan. Sie suchten unterschiedliche Geschicke, und jeder fand das seine. Das ist göttlich, dein eigenes getreuestes Herz suchen und es finden.
Ob erwähnt oder nicht erwähnt, Wir wissen, dass Kolumbus auch Mich hatte. Wer war sein Polarstern, wenn nicht Ich?
Und Wer zieht dich mit einer Kraft, die größer ist, als diejenige eines Magneten, indes einem Magneten gleich? Es ist die Zugkraft der Liebe.
Liebe zog Kolumbus, und Liebe zog Christus, und Liebe zieht dich.
Wohin wirst du gezogen? Widerstand gegen diese Zugkraft ist Verbleiben in der Vergangenheit. Verbleiben in der Vergangenheit ist Veranlassen, in der Unwissenheit oder in Minderem als der Wahrheit zu verbleiben. Es ist die Wahrheit Forthalten. Es ist Opferung der Wahrheit, um die Vergangenheit zu bewahren.
Muss die Vergangenheit derart lebensentscheidend für dich sein?
Ich sage dir, aus ihr auszubrechen. Brich in die Gegenwart ein. In aller Stille warte Ich dort auf dich. Komm' voran.