GOTTES EINES KIND
Das Gebet des Herrn beginnt mit den Worten „Vater Unser“, denn Ich bin der Eine Vater von Allem. Ich bin für dich persönlich, und Ich bin allen persönlich. Das führt uns zurück zu dem Fakt, dass ihr Eins seid. Wenn ihr Vater „Unser“sagt, dann anerkennt ihr, dass ihr als Gesamt Mein Kind seid. Ich habe ein einziges Kind, da ihr alle in Meinem Einssein, das ihr ebenfalls seid, geeint seid.
Es reicht wohl, wenn man sagt, es gibt nur Einen.
Wie lieb du Mir doch bist, Mein Eines Kind, Mein Kind des Einsseins! Du bist Mein, aber Ich habe dich nicht in Besitz. Ich gebe dich frei. Ich habe dein Eines Selbst über das Antlitz der Erde verstreut. Ich multiplizierte Meine Liebe, und Ich tue das immer noch, und du, der du Meine Liebe bist, vermehrst Meine Liebe gleichfalls. Und du summierst dich rasch auf, Meine Eine Liebe.
Ich habe dir gegenüber öfters den Horizont erwähnt, so, als wäre der Horizont, wie auch Ich Selbst – so wie du Mich gedacht hast – weit von dir entfernt, du aber bist dein eigener Horizont. Der Horizont von dir ist nicht in einiger Entfernung sondern nahe zur Hand. Sofern alles in dir enthalten ist, ist der Horizont, den du vor dir siehst, der deine.
Du bist zu allem fähig, was du dir vorstellst. Deine Vorstellungskraft ist dein Horizont.
Ich erschuf in dieser Welt Wunder, und du bist das beste unter ihnen.
Du bist ein Wieder-Erschaffer der Welt.
Schöpfung erschafft. Du bist Meine Schöpfung, also bist du ein Schöpfer.
Erschaffe wie Ich erschaffe.
Erschaffe Freiheit.
„Erschaffen“ ist ein anderes Wort für „Geben“.
Gib Menschen sich selbst weg.
Erschaffe eine freie Umgebung mittels deiner Absicht. Mir gleich, habe das Verlangen und lasse es erblühen.
Ich bin das Fundament deiner Begehren. Sei Mir treu. Streune nicht so weit weg, sodass du für Andere Grenzen setzt. Mache nicht jedem zum gleichen. Lasse das, was sich erhebt, erheben.
Da ist eine große Menschheit am Brauen. Nimm einen tiefen Atemzug. Gib dich selbst frei, und mache die gesamte Menschheit frei.
So wie du gehst, so geht die Welt.
Die Welt tanzt auf deine Melodie. Sie ist von dir abhängig. Du bist nur insoweit von ihr abhängig, wie du das sagst.
Was überhaupt ist die Welt? Ein Ansammlung an Denkweisen, in weitergereichter Form.
Reiche der Welt neue Gedanken aus.
Aber unter der Sonne gibt es nichts Neues, sagst du.
Dann reiche das Sonnenlicht an die Welt aus, die gleiche alte Sonne, die Ich hinstellte, damit sie auf eine Welt scheint, die mit dem Licht von ihr vielversprechender heranwächst. Lasse deine Augen Licht von der Sonne auf die Welt werfen, die halb dahindämmert.
Sei die aufgehende Sonne, die die Welt aufweckt.
Die Welt hat es nötig, aufgeweckt zu werden, und du bist der Aufwecker von ihr.
Du weckst sie mit deinem Herzen auf.
All der Intellekt in der Welt erzielt nicht viel; er tut sich nur hervor.
Das Menschenherz aber entzündet das Herz der Welt.
Hätte das Nachdenken funktioniert, so würden alle eines Besseren belehrt sein.
Lediglich ein Rühren des Herzens funktioniert. Und eine Rührung deines Herzens ist ein Segen auf die erschaffene Welt.
Segne diese Welt. Blase den Atem der Liebe über sie. Sei das Gebrüll von ihr. Hefte dich nicht so sehr an die Welt. Gehe näher auf das Herz der Welt ein. Lasse die Welt das Rumpeln der Liebe hören, das sie durchquert. Die Liebe ist da, doch nicht genug von ihr wurde gehört. Sie wurde durch zu viel Lärm übertönt.
Und nun, lasse einen Tropfen Meiner Liebe aus deinem Herzen auf die Welt fallen und erneuere ihr Licht.
Du bist mein ernannter Gesandter.