IM WALD DES LEBENS NACH FUTTER SUCHEN
Heute offeriere Ich euch das Leben auf einem goldenen Tablett. Eine Serviette bedeckt all die Köstlichkeiten auf dem Tablett, und ihr könnt nicht sehen, was sich auf ihm befindet, bis ihr die Serviette hochhebt. Alle eure Lieblings-Naschereien befinden sich da. In welcher Form oder Farbe und in welcher Lage auf dem Tablett, das wisst ihr noch nicht. So wie dir heute angerichtet ist, so trage den Gedanken bei dir, dass es für dich auf einem goldenen Servierteller Meiner Liebe angerichtet ist. Selbstverständlich geht es dabei um das Tablett deines Lebens. Selbstverständlich, das Tablett der Liebe ist dir dargeboten, und alles auf ihm stellt sich als Gold heraus. Alles, was nicht glitzert, ist ebenfalls Gold.
Du bist in der Welt ein Wanderer, und jeden Tag rückst du zu deinem Abenteuer aus.
Du denkst vielleicht, du weißt, was der Tag bereithält, und dennoch bist du überrascht. Geliebte, Geliebter, du bist der Überrascher und die Überrascherin, wie auch die Überraschung.
Du hast all die Päckchen für heute eingepackt, und du hast das vergessen. Im reellen Leben, da vergisst du eine Menge. Du bist der Rezipient und der Organisator deines eigenen Lebens. Du vergisst die Tragweite deines Parts im Leben, das du führst, unterdessen du aus dem Leben selbst eine allzu große Sache machst.
Ich weiß, öfters denkst du, nicht du stellest dein Leben zusammen, und dennoch bringst du das Leben herbei, und zur selben Zeit zeichnest du für das Leben. Du bist dafür verantwortlich, wie du deine Zulieferungen in Empfang nimmst. Bringe Verantwortung nicht mit Vorwürfe Machen durcheinander. Es gibt keinen Tadel. Tadel ist Täuschung. Mich Tadeln oder dich Tadeln ist im Leben Herumtrödeln, während es dir obliegt, voranzukommen. Wem sind Vorwürfe zu machen für den Regen, der dich durchnässt, oder für die Sonne, die auf deiner Haut brennt? Regen und Sonne sind unschuldig. Eine Welt ohne Regen oder Sonne könntest und wolltest du nicht haben, und gleichwohl möchtest du sie, wie auch eine Sache und dann noch eine, züchtigen.
Das Leben kommt mit allerhand Terrains daher. Auf der ganzen Welt kommt das Leben mit Käfern daher, und es kommt mit Blumen daher. Die Blumen, du pflückst sie, und die Käfer, du zerquetschst sie. Das Leben wird dir mehr und mehr immateriell. Du lernst es, das Leben nicht so persönlich zu nehmen. Du lernst soeben, das Leben nicht so ernst zu nehmen. Zu Land oder zur See, das Leben auf der Erde ist das deine, um es zu genießen. Wieso solltest du etwas anderes wollen, als dich an dem Leben zu erfreuen, so, wie es seinen Weg zu dir findet?
Du befindest dich auf einem Ein-Mal-im-Leben-vonstatten-gehenden Abenteuer. Du kannst sogar auf schroffem Terrain ein sachtes Schippern haben. Das Leben wird dargeboten, wie es dargeboten wird. Wenn dir Eiskreme angeboten wird, kannst du aus ihr einen Eisbecher machen. Wenn dir eine Tonne Ziegelsteine dargereicht wird, kannst du aus den Ziegelsteinen etwas machen, was du willst. Du kannst ein Schloss bauen, oder du kannst die Steine als Schotter belassen. Was, Geliebte, gibt es da, was ihr nicht tun könnt? Was gibt es da, was nicht für euch da ist, zu tun? Ihr könnt die Welt wandeln dadurch, wie ihr euch an sie wendet.
Du bist unschuldig, und du bist verantwortlich. Was für eine Kombination. Du befindest dich in einem Wissenschaftslabor einer High School, und entdeckst, dass die Bestandteile, die du zusammenführst, weitaus mächtiger sind, als du es wusstest. Du bist ein Agent für das Leben und desgleichen ein Engel. Du bist Mein Heiliger Botschafter. Es obliegt dir, die liebenswerten Botschaften, die Ich dir gebe, auszubreiten. Es liegt dir an, der Welt ein Leuchtfeuer zu sein.
Du hebst die Welt hoch, und du linst unter sie, und, alledem unterliegend, erblickst du Gold, eben so, wie dir auf dem goldenen Tablett das Leben angedient wird. Die Welt ist aus Gold gefertigt, und gleichwohl ist sie nicht fortlaufend gold-überzogen, und gleichwohl wird das Gold, so wie Ich, nicht immerzu gesehen. Und du bist aus Gold gemacht, und du siehst nicht immerzu, dass du Mein goldenes Kind bist, das sich soeben mal im Wald des Lebens auf Futtersuche befindet.