WOZU IHR GEMACHT WURDET
Ihr habt Ideen darüber, was Wahrheit ist oder sein sollte. Ihr habt Vorstellungen davon, was Ich sagen sollte. Eure Ideen sind vorher ausgedacht. Sie sind nicht offen, sondern geschlossen. Ihr lasst hinein und ihr haltet draußen.
Wenn Ich etwas sage, was in eure Wahrheitsvermutung passt, nickt ihr mit eurem Kopf. Wenn nicht, schüttelt ihr ihn und fühlt: „Gott hat nicht so recht Recht .... Gott könnte besser .... Gloria war heute nicht so klar ....“
Es ist nicht einhellig, wo der eine nickt und ein anderer den Kopf schüttelt. Der eine nickt bei einem spezifischen Gedanken, ein anderer schüttelt ihn beim gleichen Gedanken. Meinungen variieren. Meinungen fußen auf einer vorhergehenden Konzeption. Meinungen sind Beurteilungen. Es ist vollkommen in Ordnung, Meinungen zu haben, wisst indes, dass das alles ist, was sie sind, und verlasst euch nicht so fest auf sie.
Ich rate an, dass ihr eure lange gehaltenen Glaubensüberzeugungen anzweifelt, und dass ihr Mir das Förderliche des Zweifels übergebt.
Lasst das gehen, an das ihr zuvor als Standard festgehalten habt. Eure Standards sind Menschenerzeugnis. Die Wahrheit ist, das mag sein, verwässert oder beschränkt, und manchmal verschollen.
Ihr haltet mehr an euren standardisierten Ideen als an Mir fest. Was eurem Bild nicht nachkommt, behandelt ihr verächtlich.
Ihr sagt etwa: „Das ist gut. Das ist nicht gut.“ Oder: „Das könnte manchmal stimmen, doch nicht immer.“ Oder. „In meinem Fall überhaupt nicht.“ Und so beurteilt ihr die Wahrheit Meiner Einlassungen.
Stimmt es nicht, dass ihr das, was Ich sage, abwiegt? Und manchmal scheint es wie eine Wahl durch Münzwurf, und ihr bevorzugt dasjenige, was ihr in der Vergangenheit wähltet.
Zuweilen anerkennt ihr, dass ihr es nicht richtig begreift. Eine derartige Anerkenntnis ist produktiv. Offen dargelegtes Auslassen von Teilen dessen, was Ich sagte, so, als würdet ihr es besser wissen, ist unproduktiv. Es hält euch an dem festgebunden, was ihr stets gedacht oder gelernt habt.
Möchtet ihr lernen oder möchtet ihr Bestätigung dessen, was ihr bereits gelernt habt?
Bestätigung ist etwas Wunderbares. Sie befestigt die Wahrheit tiefer und verlässlicher in euch.
Wenn eure Idee nicht bestätigt ist, wird sie sich selbst lockern, außer, ihr haltet sie fest. An einem bestimmten Punkt habt ihr eine Wahl, zu akzeptieren, was Ich sage, oder es zu verleugnen. Ihr könnt euer altes Denken nicht loslassen, solange ihr nicht das Meine als etwas, was in Betracht genommen gehört, zulasst.
Ich sage nicht, dass ihr alles, was Ich sage, mit einem Happen schlucken müsst. In der Vergangenheit habt ihr viel mit Herunterschlucken zu tun gehabt. Ich bitte euch einfach, zu erwägen, was Ich sage, die Möglichkeit zu erwägen, dass es da etwas zu lernen gibt. Es ist nicht allein Trost und Bestätigung, nach denen ihr euch umschaut. Es ist mehr. Es ist vieles mehr.
Diejenigen unter euch, die das wenigste wissen, wissen vielleicht das meiste. Jene unter euch, die das meiste wissen, wissen vielleicht das wenigste.
Bereitwilligkeit zu lernen ist Offenheit. Offenheit ist Bereitwilligkeit zu wachsen. Du möchtest wachsen, oder etwa nicht? Du möchtest nicht immer der gleiche bleiben? Du möchtest nicht, dass all Meine Antworten auf der Oberfläche bleiben, oder etwa? Du denkst nicht mehr, dass nur die äußeren Dinge zählen, oder?
Was die Welt sagt, und was Ich sage, entspricht einander des öfteren nicht. Schau deiner Antworten halber auf die Welt, und du wirst bindend sein. Schau auf Mich, und du wirst offen sein.
Und was gegenüber möchtest du offen sein?
Du wirst einem Mehr an Liebe in deinem eigenen Herzen gegenüber offen sein. So einfach ist es. Wir ziehen aus dir Liebe heraus.
Der und die Gleiche bleiben ist deine Begrenzungen einhalten. Deine Begrenzungen einhalten ist das gleiche wie Liebe drinnen und Liebe draußen halten. Grenzen lassen deine Liebe nur so weit gehen. Von hier bis da, nur diese Entfernung.
Unterdessen du dich öffnest und deine Begrenzungen wegpuffst, findest du heraus, es gibt keine Distanz, und keine Differenzen. Begrenzungen sind Grenzen. Sie sind Linien, die dich drinhalten und etwas anderes draußen. Begrenzungen (Engstirnigkeit) sind nicht Liebe. Das, was euch drin hält und draußen hält, ist nicht Liebe. Und ihr seid zur Liebe gemacht.
Was nicht Liebe ist, ist nicht Liebe.
Und ihr seid zur Liebe gemacht.